Kommunalwahlen in Frankreich: Hochrechnungen: Sozialisten in Paris und Marseille vorne

Die größten französischen Städte waren bei den Kommunalwahlen besonders umkämpft, der mögliche Ausgang lange ungewiss. Erste Hochrechnungen zeigen für Paris und Marseille nun ein eindeutiges Bild.

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Bei den französischen Kommunalwahlen haben sich die Sozialisten und Verbündete ersten Hochrechnungen zufolge in Paris und Marseille durchgesetzt. Marseilles bisheriger Bürgermeister Benoît Payans Liste könnte demnach 53 beziehungsweise 54,6 Prozent der Stimmen erhalten haben, gaben die Meinungsforschungsinstitute Ifop und Ipsos an. Sein rechtsnationaler Gegenspieler Franck Allisio vom Rassemblement National, der in der ersten Wahlrunde noch knapp hinter ihm gelandet war, käme demnach auf 41,5 beziehungsweise 39,1 Prozent der Stimmen.

Auch in der Hauptstadt, wo bis zuletzt völlig unklar war, wie die Wahl ausgehen könnte, haben die Sozialisten demnach die Führung des Rathauses verteidigt. Die Liste von Emmanuel Grégoire kam laut Hochrechnungen von Ifop und Ipsos auf 51,1 beziehungsweise 51,8 Prozent der Stimmen. Die Konservative und ehemalige Kulturministerin Rachida Dati dürfte mit ihrer Liste demnach abgeschlagen bei nur 38,4 bis 39,6 Prozent landen. Für die Konservativen und auch das Mitte-Lager, die gemeinsam einen Machtwechsel in Paris einleiten wollten, ist das ein herber Rückschlag.

Bei den Kommunalwahlen stimmen die Einwohnerinnen und Einwohner Frankreichs nicht direkt für einen Bürgermeister oder eine Bürgermeisterin. Sie wählen die Mitglieder des künftigen Rathauses, die dann ihren Chef oder ihre Chefin wählen. Da die Liste, die vorne landet, aber eine feste Zahl an Sitzen im Rat obendrauf bekommt, stellt diese Liste in der Regel auch den Bürgermeister.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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