Kommunalwahl: OB-Wahl München: Reiter muss gegen Krause in Stichwahl

Stichwahlen im Kampf um das Rathaus ist München gewohnt. Doch schon die erste Auszählung hat durchaus mehr als eine Überraschung parat. Nun wartet eine Generationenwahl auf die Landeshauptstadt.

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Täglich bestens informiert mit den aktuellen Politik-Nachrichten auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / Семен Саливанчук

Jetzt ist es amtlich: Die Wahl des Münchner Oberbürgermeisters wird erst in der Stichwahl zwischen SPD-Amtsinhaber Dieter Reiter und dem Zweitplatzierten Dominik Krause von den Grünen entschieden. Reiter hatte im ersten Wahlgang laut mit 35,6 Prozent ein durchaus überraschend schwaches Ergebnis eingefahren. Krause holte dagegen 29,5 Prozent und überraschte damit auch viele seiner Parteifreunde. CSU-Kandidat Clemens Baumgärtner landete laut vorläufigem Ergebnis weit abgeschlagen mit 21,3 Prozent auf einem sicher auch für Parteichef Markus Söder enttäuschenden dritten Rang.

Reiter musste bisher immer in die Stichwahl

Die Stichwahl findet am 22. März statt. Reiter hatte sich schon 2014 und 2020 jeweils erst in der Stichwahl gegen seine Kontrahenten durchsetzen können. Deswegen hatten in der SPD auch in diesem Jahr nur wenige mit einem Sieg gleich im ersten Wahlgang gerechnet. Dennoch zeigte sich der 67-Jährige bereits während der Auszählung enttäuscht: "Ich habe in den letzten zwei Wochen ein, zwei Fehler gemacht".

Für Krause war es die erste Wahl als Spitzenkandidat. "Es ist ein kleiner Freudentaumel", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Die Stichwahl werde eine Wahl zwischen verschiedenen Generationen. "Ich stehe hier als junger Kandidat".

Krause holte am Wahlsonntag mehr Stimmen als Reiter

Dass Krause nicht chancenlos gegen Reiter sein dürfte, zeigte sich bei den Stimmen, die am Sonntag direkt im Wahllokal abgegeben wurden. Reiter holte bei der Briefwahl fast neun Prozentpunkte mehr als im Wahlraum - also Stimmen, die vielfach schon vor den jüngsten Schlagzeilen abgegeben wurden. Bei den Urnengängern am Sonntag lag Krause dagegen schon direkt vor Reiter. Am Ende lag dieser aber noch rund 35.000 Stimmen vor Krause.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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