Münchner Sicherheitskonferenz: Kallas: Brauchen russische Zugeständnisse für Frieden

Bei den Friedensverhandlungen zum Krieg in der Ukraine sitzen die Europäer bisher nicht mit am Tisch. Die EU-Außenbeauftragte hält das für einen Fehler, hinter dem eine russische Strategie stehe.

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Bei den Verhandlungen zu einem Ende des Krieges zwischen Russland und der Ukraine muss es nach Ansicht der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas deutlich mehr auch um Zugeständnisse von russischer Seite gehen. "Wenn wir einen nachhaltigen Frieden wollen, dann brauchen wir auch Zugeständnisse von russischer Seite", sagte sie bei der Münchner Sicherheitskonferenz.

Europa habe dabei viele Mitsprachemöglichkeiten, so Kallas. So könnten die Aufhebung der Sanktionen gegen Russland ebenso wie der Umgang mit den eingefrorenen russischen Vermögenswerte europäische Entscheidungen sein.

"Wenn man nichts verlangt, zahlt man noch drauf"

Nach den Worten Kallas werden Russland und Amerika die Europäer bei ernsthaften Gesprächen über den Frieden einbinden müssen: "Wenn wir nicht einfach allem zustimmen, was Amerika aushandelt, dann müssen sie mit uns sprechen." Derzeit sitze Europa bei den Verhandlungen nicht mit am Tisch, "weil die Russen wirklich glauben, dass sie das, was sie militärisch nicht erreicht haben, nun auf diplomatischem Wege am Verhandlungstisch erreichen können und dass die Amerikaner ihnen dies liefern werden".

Europa könne aber "diesen Dingen nicht zustimmen. Jetzt kommt ein Punkt, an dem auch die Russen verstehen, dass die Dinge, die sie tatsächlich brauchen oder von denen sie glauben, dass die Amerikaner sie ihnen liefern werden, von Europa abhängig sind." Zugleich warnte Kallas vor zu vielen Zugeständnissen: "Wir haben in Estland ein Sprichwort, das besagt: Wenn man viel verlangt, bekommt man wenig, wenn man wenig verlangt, bekommt man nichts, und wenn man nichts verlangt, zahlt man noch drauf."

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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