Boris Pistorius News: Pistorius: Nukleare Abschreckung nicht infrage stellen

Der Verteidigungsminister kritisiert die Debatte um die Stärkung einer eigenständigen Abschreckung mit Atomwaffen in Europa. Er baut auf die USA und hält nichts von "Doppelstrukturen".

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Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) spricht im Deutschen Bundestag. (Foto) Suche
Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) spricht im Deutschen Bundestag. Bild: picture alliance/dpa | Michael Kappeler

Verteidigungsminister Boris Pistorius setzt nicht auf eine Alternative zur bestehenden nuklearen Abschreckung der Nato. "Warum sollten wir als Europäer ein Interesse haben, diese nukleare Abschreckung, die durch die Amerikaner gewährleistet ist und zu bleiben scheint, dass wir die infrage stellen durch andere Aktivitäten", sagte der SPD-Politiker am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz.

Pistorius warnte dabei vor Doppelstrukturen und Doppelbemühungen, "die am Ende nicht zu einem doppelten Ergebnis führen", wie er sagte. Und: "Von daher bin ich da eher zurückhaltend."

Der Verteidigungsminister erklärte zudem, er halte dies "für eine Debatte, die wir jetzt nicht zwingend brauchen". Pistorius verwies auch auf völkerrechtliche Verträge, an die Deutschland gebunden sei, darunter der Atomwaffensperrvertrag. Zudem habe sich Deutschland im Zwei-Plus-Vier-Vertrag verpflichtet, keine eigenen Atomwaffen zu haben. Er sagte: "Das heißt, diesen Schritt zu gehen, wäre ein Bruch dieser Verträge."

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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