Nicolás Maduro: Sein Folterkeller mitten in Caracas wird zum Symbol der Angst

El Helicoide gilt als Sinnbild staatlicher Gewalt in Venezuela. Unter Präsident Nicolás Maduro wurde das einstige Zukunftsprojekt zum Foltergefängnis, während Berichte über Misshandlungen bis heute nicht verstummen.

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Nicolas Maduro: Vom Prestigeprojekt zum Foltergefängnis. (Foto) Suche
Nicolas Maduro: Vom Prestigeprojekt zum Foltergefängnis. Bild: picture alliance/dpa/Prensa Miraflores | Marcelo Garcia
  • El Helicoide: Vom geplanten Einkaufszentrum zum berüchtigten Haftort
  • Schwere Foltervorwürfe gegen das Regime von Nicolás Maduro
  • Menschenrechtsorganisationen melden weiterhin Hunderte politische Gefangene

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Mitten in Caracas ragt ein Bauwerk empor, das in Venezuela längst zum Sinnbild staatlicher Gewalt geworden ist. El Helicoide steht heute für Unterdrückung, Einschüchterung und systematische Misshandlungen unter Präsident Nicolás Maduro.

Vom Zukunftsprojekt von Maduro zum Gefängnis

Laut "Bild" war El Helicoide als modernes Einkaufszentrum geplant, ein architektonisches Prestigeobjekt mit hunderten Geschäften. Nach jahrelangem Stillstand übernahmen jedoch staatliche Behörden das Gebäude. Spätestens ab 2010 richtete der Geheimdienst SEBIN dort ein Haftzentrum ein, das bald international für Foltervorwürfe bekannt wurde.

"Hölle auf Erden" hinter verschlossenen Türen

Ehemalige Insassen berichten von unmenschlichen Zuständen. Der frühere politische Gefangene Rosmit Mantilla schilderte laut "Bild" schwere Misshandlungen, Elektroschocks und monatelange Isolation. Enge Zellen ohne Tageslicht, grelles Dauerlicht und gezielter Schlafentzug gehörten demnach zum Alltag.

Berichte über systematische Misshandlungen

Aussagen ehemaliger Häftlinge zeichnen ein düsteres Bild: körperliche Gewalt, simuliertes Ersticken, Tränengas in geschlossenen Räumen. Sanitäranlagen fehlten weitgehend, Krankheiten breiteten sich aus. Besonders berüchtigt waren sogenannte "weiße Räume", die psychischen Druck zusätzlich verstärkten.

Hoffnung auf Aufarbeitung – doch Zweifel bleiben

Nach internationalem Druck kündigte US-Präsident Donald Trump Schritte zur Schließung des Gefängnisses an. Auch Venezuelas Vizepräsidentin Delcy Rodríguez sprach von Freilassungen. Menschenrechtsgruppen wie Foro Penal berichten jedoch von schleppenden Fortschritten.

Hunderte politische Gefangene weiterhin in Haft

Nach Schätzungen der Vereinten Nationen sitzen noch immer rund 800 politische Gefangene in Venezuela. El Helicoide ist weiterhin in Betrieb. Für viele Familien bleibt unklar, was mit ihren Angehörigen geschehen ist und ob die Wahrheit jemals vollständig ans Licht kommt.

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