Öffentlicher Dienst: Gewerkschaften bei Tarifkonflikt kämpferisch
Im Tarifpoker um den öffentlichen Dienst der Länder wird protestiert - aber auch wieder geredet. Wie die Gespräche ausgehen, dürfte auch Patienten, Autofahrer und Eltern angehen.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Im Tarifkonflikt des öffentlichen Diensts der Länder bleiben die Positionen verhärtet. Der Verhandlungsführer der Länder, Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD), stufte die Forderungen der Gewerkschaften am Rande der zweiten Verhandlungsrunde in Potsdam als "völlig überzogen" ein. Verdi-Chef Frank Werneke hingegen nannte Reallohnsteigerungen "notwendig".
Damit stehen die Zeichen auf eine mögliche Zuspitzung der Warnstreiks. Betroffen sein könnten in den kommenden Wochen verstärkt Universitätskliniken, in den Stadtstaaten Kitas, aber auch winterliche Straßendienste.
Begleitet wurden die Potsdamer Verhandlungen von Gewerkschaften und Arbeitgeber-Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) durch Proteste und eine Demonstration öffentlich Beschäftigter. Die zweite Verhandlungsrunde dauert bis Freitag. Mitte Februar wollen beide Seiten in Potsdam abschließend aufeinandertreffen.
Der Chef des Beamtenbunds dbb, Volker Geyer, sagte, bei weiterer Uneinsichtigkeit der Ländervertreter würden die Gewerkschaften ihre Aktionen in den nächsten Wochen "massiv ausweiten müssen". Der dbb verhandelt an der Seite von Verdi. Dort sprach man von einer explosiven Stimmung der Beschäftigten und versicherte: "Keine Gewerkschaft geht in eine Tarifverhandlung rein, ohne dass man zur Not einen Tarifabschluss auch auf der Straße durchsetzen kann."
Was die Beschäftigten wollen
Verdi und der Beamtenbund dbb fordern für die mehr als 920.000 Tarifbeschäftigten sieben Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 300 Euro mehr. Betroffen sind aber mehr als zwei Millionen Beschäftigte, denn auf rund 1,3 Millionen Beamtinnen und Beamte wird der Abschluss in der Regel in den einzelnen Ländern übertragen. Nur Hessen hat einen anderen Tarifvertrag.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de