Alexander Dobrindt legt neues Konzept vor: Mehr Geld für Hunderttausende Beamte in nur wenigen Wochen

Eine leere Staatskasse, doch das Geld sitzt trotzdem locker. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt plant laut Medienberichten eine längst überfällige Änderung bei der Beamtenbesoldung. Und die soll schon in wenigen Wochen greifen!

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Bundesinnenminister Alexander Dobrindt spricht auf der Jahrestagung des Beamtenbundes dbb. (Foto) Suche
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt spricht auf der Jahrestagung des Beamtenbundes dbb. Bild: dpa/Rolf Vennenbernd
  • Beamtenbesoldung in Deutschland soll wegen Verfassungsproblemen reformiert werden
  • Bundesinnenminister Dobrindt plant schnelle Umsetzung trotz früherer Scheitern
  • Gewerkschaften und Rechtsexperten üben Druck für höhere Bezahlung aus

Dürfen sich Hunderttausende Beamte bald über mehr Geld freuen? Das berichtet aktuell die "Bild"-Zeitung. Der Grund für den unverhofften Geld-Segen ist demnach ein neues Konzept bei der Beamtenbesoldung, welches Bundesinnenminister Alexander Dobrindt beim Beamtenbund dbb eingereicht haben soll. Das Konzept soll "schnellstens" umgesetzt werden - sprich: in einigen Wochen, nicht in ein paar Jahren, berichtet die "Bild".

Künftig mehr Geld für Beamte in Deutschland: Das steckt dahinter?

Hintergrund für das neue Konzept ist, dass die jetzige Form der Beamtenbesoldung nicht verfassungskonform ist. Es muss nachgebessert werden. Wie hoch die Mehrkosten sein werden, stünde aktuell noch nicht fest, erklärte eine Sprecherin gegenüber der "Bild". Davon betroffen sind 350.000 Bundesbeamt:innen, Richter:innen und Soldat:innen.

Reformbei der Beamtenbesoldung ist bereits mehrmals gescheitert

Es ist nicht der erste Versuch, die Besoldung für Beamten zu reformieren. Bereits Nancy Faeser (ehemalige Innenministerin, SPD) scheiterte. Und auch Alexander Dobrindt versuchte sich bereits im September 2025, scheiterte aber am Bundesverfassungsgericht.

Rechtswissenschaftler Prof. Josef Franz Lindner erklärte gegenüber der "Bild": "Die Bundesregierung ist hier unter Zugzwang, weil sie durch das Urteil Gefahr läuft, bei einer Klage von Beamten zu verlieren." Aber was genau bedeutet das eigentlich?

Warum muss die Beamtenbesoldung reformiert werden?

Laut Richterbeschluss muss die Mindestbesoldung im Vergleich zu anderen Arbeitnehmer:innen 80 Prozent des mittleren Einkommens betragen. Aktuell liegt das Grundgehalt darunter.

Und noch etwas ist relevant: Steigen die unteren Gehälter, muss auch oben nachgelegt werden. "Das Dobrindt-Gesetz bedeutet also, dass alle oder sehr viele Beamte mehr Geld bekommen", betont Prof. Matthias Ruffert gegenüber der "Bild".

Gewerkschaften machen Druck: "Unhaltbarer Zustand"

Und nicht nur die Richter, sondern auch die Gewerkschaften machen Druck. "Für Verdi ist dies ein unhaltbarer Zustand!", äußert sich Bundesbeamtensekretär Andreas Splanemann entrüstet. Man müsse dringend "im Interesse der verbeamteten Beschäftigen" aktiv werden.

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