Öffentlicher Dienst: Gewerkschaft warnt vor ausgeweiteten Warnstreiks

Der Tarifkonflikt für den öffentlichen Dienst hat bereits zu ersten Warnstreiks geführt. Nun steht die zweite Verhandlungsrunde an – weitere Arbeitsniederlegungen drohen.

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Täglich bestens informiert mit den aktuellen Politik-Nachrichten auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / Семен Саливанчук

Der Beamtenbund dbb kündigt im aktuellen Tarifkonflikt um den öffentlichen Dienst ausgeweitete Warnstreiks an, falls die Arbeitgeber kein "verhandlungsfähiges Angebot" machen. "Wenn nicht, dann werden wir unsere Streikmaßnahmen deutlich ausweiten", sagte dbb-Chef Volker Geyer bei der dbb-Jahrestagung in Köln.

An diesem Donnerstag und Freitag findet in Potsdam die zweite Verhandlungsrunde für die mehr als 900.000 Tarifbeschäftigten der Länder statt. Nach einem ergebnislosen Auftakt treffen die Spitzen der Gewerkschaften Verdi und dbb erneut mit den Arbeitgebern zusammen. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) hatte die Forderungen nach sieben Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 300 Euro mehr aber als unbezahlbar abgelehnt. Verhandlungsführer Andreas Dressel nannte sie "astronomisch".

Wo gestreikt werden könnte

Geyer hielt dem entgegen, astronomisch seien nicht die Forderungen. Astronomisch seien Überstundenberge, Überlastung und Personalmangel. Nun müssten die Arbeitgeber reagieren. Ein Ergebnis müsse dann auch inhaltsgleich und zeitgleich auf die Beamtinnen und Beamten übertragen werden.

Etwa in Berlin hatte es bereits Arbeitsniederlegungen in Kitas, Schulen und Bezirksämtern gegeben. Auch teils der Straßendienst im Winter oder die Universitätskliniken könnten von Warnstreiks betroffen sein. Nicht verhandelt wird lediglich für Hessen, hier gilt ein anderer Tarifvertrag.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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