Konflikt in Syrien: Berichte: Syrische Truppen rücken in Aleppo vor
Die Kämpfe zwischen syrischen Regierungstruppen und Kämpfern der kurdisch dominierten Miliz SDF in der Millionenstadt Aleppo dauern an. Berichten zufolge steigt die Zahl der Vertriebenen.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Bei den erneut ausgebrochenen Gefechten in der syrischen Millionenstadt Aleppo geraten kurdische Kämpfer Berichten zufolge zunehmend unter Druck der syrischen Regierungstruppen. Der arabische Sender Al-Dschasira meldete unter Berufung auf eine syrische Militärquelle, dass die Truppen von Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa im kurdisch geprägten Stadtteil Scheich Maksud inzwischen 55 Prozent des Gebiets kontrollierten. Nach Informationen des Senders stieg die Zahl der vor den Kämpfen in Scheich Maksud und in einem weiteren Stadtteil geflohenen Menschen auf 162.000.
Armee ruft Kurden zur Aufgabe auf
Die seit Tagen andauernden Kämpfe in Aleppo gelten als die schwersten seit dem Sturz des Langzeitmachthabers Baschar al-Assad vor gut einem Jahr. In der Nacht zum Freitag war es für einige Stunden zu einer Waffenruhe gekommen. Diese sollte nach Angaben der Regierung zu einem freiwilligen Abzug kurdischer Kämpfer aus der Millionenstadt dienen. Von kurdischer Seite wurde jedoch betont, man habe nicht vor, abzuziehen. Die Armeeführung forderte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Sana die kurdischen Kämpfer auf, sich zu ergeben, wenn sie am Leben bleiben wollten.
Große Teile im Nordosten Syriens werden noch immer von der kurdisch dominierten Miliz SDF (Syrian Defence Forces) kontrolliert. Diese hatten eine führende Rolle beim Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat gespielt und waren dabei ein enger Verbündeter der USA. In Aleppo beschränkt sich der Einfluss kurdischer Milizen auf die Stadtviertel, die von der Minderheit geprägt sind. Die syrische Regierung will das aber nicht mehr länger dulden.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de