Wetter in Sachsen: Hitze birgt Gefahren für Obdachlose - Wo finden sie Hilfe?
Bei der extremen Hitze wird geraten, direkte Sonne zu meiden und kühlere Innenräume aufzusuchen. Doch was macht, wer keine Wohnung hat?
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Erschöpfung, Hitzschlag, Dehydrierung: Die aktuelle Sommerhitze birgt für Obdachlose erhebliche Gefahren. Um zu helfen, stehen derzeit in einigen Städten die Notunterkünfte als Rückzugsräume rund um die Uhr offen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Zudem gibt es Tagestreffs, wo Getränke und Mahlzeiten angeboten werden. Doch auch die Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, besonders aufmerksam zu sein und wohnungslosen Menschen zu helfen.
Appell an Bürger: Hilfe anbieten statt wegsehen
"Wenn Sie einen Menschen sehen, der ungewollt und ungeschützt im Freien schläft, dann helfen Sie", so die Stadt Zwickau. "Egal zu welcher Jahreszeit!" Sollte ein Betroffener hilflos wirken oder nicht ansprechbar sein, sollte der Rettungsdienst gerufen werden. Auch Dresdens Sozialbürgermeisterin Kristin Klaudia Kaufmann bittet darum, Verantwortung füreinander zu übernehmen. "Wer Menschen in einer belastenden Situation begegnet, sollte Unterstützung anbieten, statt wegzusehen." Das könne auch ein Getränk sein oder der Tipp für einen kühleren Aufenthaltsort.
Allein in Leipzig als Sachsens größter Stadt gebe es schätzungsweise etwa 900 Menschen ohne Wohnung, so die Stadtverwaltung. "Bei großer Hitze sind obdachlose Personen besonders gefährdet, da sie häufig keinen geschützten und kühlen Rückzugsort haben. Sie sind direkt der Sonne, aufgeheizten Straßen und hohen Temperaturen ausgesetzt und können sich nicht in eine Wohnung oder einen klimatisierten Raum zurückziehen."
Notunterkünfte und Tagestreffs stehen Betroffenen offen
In Leipzig sind deswegen die Übernachtungshäuser an heißen Tagen ganztägig geöffnet. Dort könnten sich Betroffene ausruhen und abkühlen, heißt es. Zudem sei abends der Hilfebus in der Stadt unterwegs, um Unterstützung zu bieten.
Leipzig, Dresden und andere Städte weisen diese Tage besonders auf ihre öffentlichen Trinkwasserbrunnen hin, wo sich alle Menschen mit Wasser versorgen können. Neben den Notunterkünften finden Obdachlose vielerorts Unterstützung in Tagestreffs. In Dresden gibt es dafür etwa den Tagestreff "Schorsch" und das Begegnungscafé der Heilsarmee, wo Speisen und Getränke ausgereicht werden und Betroffene auch duschen und sich abkühlen können.
In Chemnitz gibt es vier Einrichtungen, in denen wohnungslose Menschen übernachten oder sich tagsüber aufhalten können. Dort fänden sie an heißen Tagen auch ein schattiges Plätzchen und kühle Getränke, so die Stadtverwaltung.
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