Köln: Programmeinschränkungen beim WDR wegen Warnstreiks

Bisher konnte sich der WDR mit Verdi und dem DJV noch nicht auf einen Tarifabschluss einigen. Mit einem 48-stündigen Warnstreik machen die Gewerkschaften Druck.

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Täglich bestens informiert mit den aktuellen Nachrichten auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / fotogestoeber

Wegen eines Warnstreiks sind beim WDR mehrere Sendungen ausgefallen. Nach Angaben einer Sprecherin konnten keine Lokalzeit-Ausgaben bei WDR 2 und WDR 4 gesendet werden. Am Mittwoch seien unter anderem die Sendungen "Quarks" (WDR5) und "Der Tag um 12" (WDR 2/3/4) entfallen. Im WDR-Fernsehen mussten die Zuschauer den Angaben zufolge auf "Hier und Heute", "Servicezeit" und "Markt" verzichten.

Zudem habe der WDR beim ARD-"Morgenmagazin" keine Live-Ausgaben der "Tagesschau" aus Hamburg übernehmen können. Stattdessen sei halbstündlich eine "Tagesschau in 100 Sekunden" aus Köln gesendet worden.

Die Gewerkschaften Verdi, DJV und Unisono hatten zu einem 48-stündigen Warnstreik aufgerufen, um Druck in den laufenden Tarifverhandlungen auszuüben. Der Ausstand soll bis Freitagmorgen (2.00 Uhr) dauern.

Verdi fordert Gehaltserhöhung um 7 Prozent

Verdi fordert nach eigenen Angaben unter anderem eine Erhöhung der Gehälter und Honorare um 7 Prozent, bei Festangestellten um mindestens 300 Euro monatlich. Die Beschäftigten erwarteten bei der nächsten Verhandlungsrunde "ein deutlich verbessertes Angebot", das ihrer Arbeit und den gestiegenen Lebenshaltungskosten Rechnung trage, erklärte Verdi-Verhandlungsführer Christof Büttner.

"Trotz der angespannten finanziellen Lage haben wir ein faires und tragfähiges Angebot für alle unsere Mitarbeitenden gemacht", sagte dagegen WDR-Verwaltungsdirektorin Stefanie Drinhausen. Nach der Einigung mit der kleineren Mediengewerkschaft VRFF in der vergangenen Woche sei es nun das Ziel, auch die Verhandlungen mit den anderen Gewerkschaften zügig zu einem Abschluss zu bringen.

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