Stromtarife 2026: Experte warnt vor Kosten-Falle - darauf sollten Kunden jetzt achten

Stromanbieter müssen künftig Festpreisverträge anbieten – gleichzeitig locken dynamische Tarife mit möglichen Ersparnissen. Welche Option sollten Stromkunden wählen und worauf müssen sie nun besonders achten? Das analysierte ein Experte für die "Bild".

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Auf welche Stromtarife sollten Kunden 2026 setzen? (Foto) Suche
Auf welche Stromtarife sollten Kunden 2026 setzen? Bild: Adobe Stock/Alexander Raths
  • Änderungen für Stromtarife treten 2026 schrittweise in Kraft
  • Laut einem Experten haben Kunden künftig mehr Wahlmöglichkeiten, sollten aber regelmäßig aktiv ihre Verträge überprüfen
  • Dynamische Tarife könnten für bestimmte Stromkunden Vorteile bieten

Stromkunden stehen 2026 vor einem Umbruch: Das geänderte Energiewirtschaftsgesetz bringt seit Ende 2025 schrittweise neue Regelungen, die den Markt grundlegend verändern. Worauf müssen Verbraucher jetzt achten?

Strompreise 2026: Neue Tarif-Auswahlmöglichkeiten für Kunden

Das erklärte Energie-Experte Maximilian Stephan vom Service Wechselpilot gegenüber der "Bild". Künftig sind nämlich sämtliche Stromanbieter mit mehr als 200.000 Haushalten verpflichtet, Festpreisverträge anzubieten. Stephan sagt dazu:"Verbraucher haben künftig mehr Möglichkeiten – müssen aber aktiver entscheiden." Die erweiterte Tarifauswahl bedeutet also auch: Wer passiv bleibt, riskiert höhere Kosten. Denn bei einem Festpreisvertrag werde es nach dem ersten Jahr meist "direkt teurer".Deshalb lohne sich eine regelmäßige Überprüfung des bestehenden Vertrags – und ein rechtzeitiger Wechsel, bevor die Kosten steigen.

Für welche Stromkunden sind dynamische Tarife geeignet? Experte gibt Empfehlung

Neben den klassischen Festpreismodellen rücken laut "Bild" dynamische Stromtarife verstärkt in den Fokus. Bei diesen Angeboten orientiert sich der Kilowattstundenpreis am aktuellen Börsengeschehen und kann sich stündlich oder sogar viertelstündlich ändern. "Durch den Wegfall hoher Risikoprämien können Preise günstiger weitergegeben werden", so Stephan gegenüber "Bild".

Besitzer von Elektrofahrzeugen, Wärmepumpen oder zeitgesteuerten Haushaltsgeräten können ihren Verbrauch gezielt in günstige Zeitfenster verlagern. Voraussetzung: Ein intelligenter Stromzähler und ein flexibler Tagesablauf müssen vorhanden sein.

Stephan empfiehlt, vor jedem Vertragsabschluss die neue Kurz-Zusammenfassung gründlich zu studieren. Dabei sollten Verbraucher besonders auf die einzelnen Preiskomponenten, die Vertragsdauer und mögliche Risiken achten. Wer sich für einen dynamischen Tarif entscheidet, fahre mit kurzen Laufzeiten besser.

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