Bahn: Geschwindigkeit für Züge zwischen Madrid und Barcelona gedrosselt
Wegen Unebenheiten in den Schienen fahren Züge zwischen Madrid und Barcelona langsamer. Zugführer hatten zuvor auf Probleme hingewiesen – nun wird die Strecke überprüft.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Nach dem schweren Zugunglück im Süden Spaniens ist die Höchstgeschwindigkeit für Züge auf der wichtigsten Strecke des Landes zwischen Madrid und Barcelona gedrosselt worden. Die Hochgeschwindigkeitszüge dürften vorerst auf einem 150 Kilometer langen Teilstück nicht mehr 300 Kilometer pro Stunde, sondern nur noch 160 fahren, teilte der Netzbetreiber, das Unternehmen Adif, auf Anfrage mit. Zugführer hätten von Unebenheiten in den Schienen berichtet, die nun in der kommenden Nacht untersucht werden sollten.
Unbestätigten Medienberichten zufolge sollen einige Zugführer auf dieser Strecke schon am Montag freiwillig langsamer gefahren sein, um ihren Unmut über den Zustand der Gleise auszudrücken. Die Fahrtzeit von sonst zweieinhalb Stunden für die mehr als 650 Kilometer lange Strecke zwischen den beiden Metropolen verlängere sich durch die von Adif angeordnete Beschränkung um mindestens etwa 30 Minuten, berichteten die spanischen Zeitungen "La Vanguardia" und "El País".
Mindestens 41 Menschen kamen bei dem Zugunglück ums Leben
Bei dem Zugunglück in Andalusien waren am Sonntagabend zwei Hochgeschwindigkeitszüge in der Nähe der Gemeinde Adamuz nördlich von Córdoba zusammengestoßen. Mindestens 41 Menschen kamen ums Leben und Dutzende wurden verletzt. Das Auswärtige Amt in Berlin teilte mit, es müsse davon ausgegangen werden, dass auch Deutsche betroffen seien. Unklar blieb zunächst, ob es sich bei den deutschen Betroffenen um Tote oder Verletzte handelt.
Zur möglichen Ursache eines der schwersten Zugunglücke in der Geschichte des Landes sagte Verkehrsminister Óscar Puente, es würden ein Gleisschaden oder ein Fehler an einem der Züge nicht ausgeschlossen. Aber es seien noch "alle Hypothesen offen".
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de