06.02.2021, 14.25 Uhr

Morwenna Johnson ist tot: Mit nur 22 Jahren! Britischer Basketball-Star erhängt aufgefunden

Morwenna Johnson hatte mit 22 Jahren noch ihr ganzes Leben vor sich. Doch nun wurde die Rollstuhl-Basketballspielerin tot in einem Hotelzimmer aufgefunden. Nur wenige Tage zuvor wurde die junge Frau aus dem Krankenhaus entlassen, wo sie sich wegen psychischer Probleme behandeln ließ.

Morwenna Johnson wurde nur 22 Jahre alt. Bild: Adobe Stock/nobeastsofierce

Sie hatte noch ihr ganzes Leben vor sich. Die Sportwelt trauert um die britische Rollstuhl-Basketballerin Morwenna Johnson. Sie wurde leblos in einem Hotel aufgefunden, berichtet unter anderem der britische "Daily Star". Der tragische Vorfall soll sich bereits vergangenes Jahr zugetragen haben.

Morwenna Johnson ist tot: Rollstuhl-Basketballerin erhängt in Hotel aufgefunden

Dem Bericht nach hat sich die junge Sportlerin, die seit einem Schlaganfall mit 18 Jahren im Rollstuhl saß, erhängt. Ihre Mutter erklärte nach dem Tod ihrer Tochter, dass Morwenna Johnson in den letzten Monaten "nicht mehr wiederzuerkennen" war. Bereits seit einigen Jahren kämpfte die junge Frau mit gesundheitlichen Problemen. Wegen einer emotional instabilen Persönlichkeitsstörung wurde Morwenna am 23. Oktober 2019 in das Harplands Krankenhaus in Stoke-on-Trent eingeliefert.

Sie kämpfte gegen psychische Probleme! Morwenna Johnson zu früh aus Klinik entlassen?

Zwei Monate später wurde die junge Frau entlassen und in einem abgelegenen Hotel untergebracht, weil das Wohnungsamt keine geeignete Unterkunft für sie finden konnte. Weil sie sich in ihrer Unterkunft isoliert gefühlt habe, kehrte sie am 11. Januar schließlich zurück ins Krankenhaus. Wenige Tage später wurde sie erneut entlassen und in dieselbe Unterkunft geschickt.

Mitarbeiter finden Morwenna Johnson erhängt in Unterkunft

Nur drei Tage später erhängte sie sich in ihrem Zimmer. Hotelmitarbeiter hatten die junge Frau leblos in ihrem Zimmer gefunden, nachdem ein besorgter Freund den Alarm ausgelöst hatte. Die Familie von Morwenna Johnson trauert auch heute noch um die junge Sportlerin. In einem emotionalen Statement erklärten sie: "Als Morwennas Familie sind wir von Traurigkeit überwältigt. Wir müssen uns daran erinnern und festhalten, wer sie war und nicht, wie ihre kurze Krankheit sie verwandelt hat. Die Art ihres Todes wird sie niemals definieren.", zitiert das Briten-Blatt Morwennas Mutter Anita Hastings.

Morwenna Johnson lebte isoliert von ihrer Familie

Weiter erklärte sie: "In den letzten drei Monaten wurde sie von uns isoliert. Sie hatte ihr ganzes Leben lang bei uns gelebt. Oktober 2019 war das letzte Mal, dass ich sie sah. Sie lebte noch drei Monate und wurde zu jemandem, den wir kaum wiedererkannten. Sie war eine geliebte Tochter und Schwester, deren Zukunft gestohlen wurde."

Familie erhebt schwere Vorwürfe gegen das Krankenhaus

Sie erhebt nun schwere Vorwürfe gegen die Menschen, die Morwenna nicht nur einmal, sondern zweimal allein in das vollkommen isolierte Hotel in Staffordshire entlassen haben. Dies sei "unmenschlich gewesen", erklärt die trauernde Mutter.

So rechtfertigt die Klinik Morwennas zu frühe Entlassung

Mittlerweile hat sich auch Dr. Raman Mittal, Morwennas Psychiaterin im Harplands Krankenhaus, zu dem Vorfall und den Vorwürfen der Familie geäußert. Sie sagt, dass Morwenna Johnson aus der Klinik entlassen werden musste, da sie vom Krankenhauspersonal abhängig wurde. Sie behauptet, dass sich die 22-Jährige immer häufiger selbst verletzt habe, "weil sie wusste, dass Mitarbeiter da sind, um zu helfen." Weiter erklärte die Ärztin: "Es war wichtig, sie wieder unabhängig zu machen."

Eine interne Untersuchung wurde vom North Staffordshire Combined Healthcare NHS Trust durchgeführt. Das bringt Anita Hastings ihre Tochter jedoch auch nicht wieder zurück. Die stellvertretende Gerichtsmedizinerin von North Staffordshire, Margaret Jones, kam zu dem Schluss, dass das Harplands Krankenhaus dem Wohnungsamt nicht genügend Zeit gegeben hatte, um eine geeignete Unterkunft für Morwenna Johnson zu finden.

Wenn Sie oder ein Angehöriger unter Depressionen oder Selbstmordgedanken leiden, sollten Sie sich Hilfe bei Experten holen, die Ihnen Wege aus dieser Situation aufzeigen. Die Telefonseelsorge ist kostenlos, anonym und 24 Stunden lang unter den Telefonnummern 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 erreichbar. Weitere Hilfsmöglichkeiten finden Sie hier.

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sba/news.de

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