02.12.2020, 12.33 Uhr

Lotto am Mittwoch und Lotto am Samstag: Zwangsausschüttung! Wann wird der Lotto-Jackpot garantiert ausgezahlt?

Jede Woche versuchen Millionen Deutsche bei Lotto 6aus49 ihr Glück. Auch nach der Änderung des Gewinnplans im Lotto 6aus49 dürfen Lottospieler auf eine Zwangsausschüttung hoffen, aber nicht mehr nach der 13. Ausspielung. Doch wann muss der Jackpot garantiert ausgezahlt werden?

Kommt es beim Lotto am Mittwoch zu einer Zwangsausschüttung? Bild: dpa

Der Jackpot im Lotto 6aus49 muss weiterhin garantiert ausgezahlt werden, wenn er längere Zeit nicht geknackt wurde. Wird der Jackpot mit sechs richtigen Lottozahlen und richtiger Superzahl nicht geknackt, muss er in einer der darunter liegenden Gewinnklassen ausgezahlt werden. Am 23.09.2020 trat eine Änderung der Lotto-Regeln in Kraft. Diese neuen Regeln zur Zwangsausschüttung gelten jetzt.

Wann kommt es jetzt zu einer Zwangsausschüttung beim Lotto - 6 aus 49?

Der Jackpot in der 1. und 2. Gewinnklasse ist auf jeweils 45 Millionen Euro begrenzt. Wenn der Jackpot diese Höhe erreicht hat, muss er in der darauf folgenden Ziehung ausgeschüttet werden. Da die 45 Millionen Euro die maximal mögliche Gewinnsumme im Lotto 6aus49 ist, werden eventuelle Jackpots in der 1. und 2. Gewinnklasse nicht summiert. Besteht also in der 2. Gewinnklasse ebenfalls ein Jackpot würde ein einzelner Gewinner "nur" 45 Millionen der gewinnen mit 6 richtigen Lottozahlen. Oder es teilen sich mehrer Tipper die 45 Millionen Euro.

Der Jackpot der 2. Gewinnklasse wird dann in der darunter leigenden Gewinnklasse ausgeschüttet. Bei mehreren Gewinnern würde die Gesamtsumme unter allen Gewinnern der 2. Gewinnklasse aufgeteilt. Hat kein Spieler 6 Richtige getippt, werden die 45 Millionen Euro aus Gewinnklasse 1 zwischen allen Gewinnern der Gewinnklasse 3, fünf Richtige plus Superzahl, aufgeteilt. Dann würden sich unter Umständen sehr viele Spieler die 45 Millionen teilen müssen. Der Jackpot aus der 2. Gewinnklasse würde dann in Gewinnklasse 4 wandern.

Wie war die Regelung zur Zwangsausschüttung bis zum 23.09.2020?

Laut Lotto.de gab es diese Ausschüttung immer dann, wenn in zwölf aufeinanderfolgenden Ziehungen der Jackpot nicht geknackt wurde. Er musste seit 2009 nach den Regeln von Lotto im Spiel 6aus49 und Spiel77 auf jeden Fall in der 13. Ziehung geleert werden.

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So funktioniert die Zwangsauszahlung beim Lotto am Mittwoch und Lotto am Samstag und in der Zusatzlotterie Spiel77

Gibt es nach 12 Ziehungen einen oder mehrere Gewinner in der ersten Gewinnklasse, wird der Jackpot, in der Regel mit mehr als 30 Millionen Euro, regulär ausgezahlt. Gewinnt kein Spieler in dieser Gewinnklasse (sechs Richtige plus Superzahl), wird der Jackpot der Gewinnklasse zwei (sechs Richtige) zugeordnet. Bleibt diese auch unbesetzt, erhält jeweils die nächste niedrigere Gewinnklasse den Jackpot (fünf Richtige plus Superzahl). Theoretisch, wenngleich unwahrscheinlich, ist es nach Angaben von Lotto.de auch möglich, dass die Gewinner der Gewinnklasse neun den Jackpot unter sich aufteilen.

Im Spiel77 darf der Jackpot weiterhin nur über 12 Ziehungen anwachsen und muss in der 13 Ziehung ausgeschüttet werden.

Wie stehen die Chancen beim Lotto den Jackpot zu knacken?

Die Wahrscheinlichkeit, bei Lotto im Spiel 6aus49 sechs Richtige plus Superzahl zu treffen, liegt bei 1 zu 140 Millionen. Für die zweite Gewinnklasse benötigt man nur sechs Richtige, dafür liegen die Chancen bei 1 zu 16 Millionen.

Wie oft kam es bereits zu einer Zwangsausschüttung beim Lotto?

Nach der neuen Regelung kam es am 02.12.2020 zur ersten Zwangsausschüttung. Gleich drei Spieler teilten sich in Gewinnklasse 2 den 45-Millionen-Jackpot.

Seit Inkrafttreten der neuen Regularien im Jahre 2009 gab es laut "lotto.de" bisher nur zwölf Mal die Chance auf Zwangsauszahlungen beim Lotto am Samstag bzw. Lotto am Mittwoch. Davon erstaunlicher Weise drei mal im Jahr 2019 und drei Mal im Jahr 2020. Von diesen bislang zwölf möglichen Zwangsausschüttungen wurden letztendlich 7 regulär gewonnen und 5 Jackpots tatsächlich auf die Gewinnklasse 2 ausgeschüttet. Am Mittwoch, 02.12.2020, können 6 Richtige erneut für den Hauptgewinn reichen. Das wäre dann die erste Zwangsausschüttung nach den neuen Lotto-Regeln.

Wie hoch war die größte Summe, die bei einer Zwangsausschüttung ausgezahlt wurde?

Die höchste Summe, die bei einer Lotto-Zwangsauszahlung ausgeschüttet wurde, lag bei 37,1 Millionen Euro. Gewonnen wurde sie im Mai 2016 in Nordrhein-Westfalen. Die zweithöchste Summe, die hätte ausgeschüttet werden können, lag bei 33,8 Millionen Euro. Diese wurde im Juli 2015 allerdings in der 13. Ziehung regulär gewonnen in Berlin.

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fka/kad/news.de/dpa