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28.07.2017, 09.18 Uhr

Rezan Cakici verschwunden: Onkel von Ex-Hells Angels-Boss in Oldenburg erschossen - Haftbefehl!

Vor knapp drei Wochen ist der Ex-Hells-Angels-Boss Rezan Cakici verschwunden. Die Polizei fahndet nach ihm. Nun wurde sein Onkel erschossen. Steht diese Tat im Zusammenhang? Entfacht in Oldenburg ein Rockerkrieg?

Rezan Cakici ist seit drei Wochen verschwunden. Nun wurde sein Onkel getötet und sein Vater schwer verletzt. Bild: Polizeiinspektion Oldenburg

In Oldenburg ist am Donnerstagabend ein 67-Jähriger erschossen worden. Ein weiterer Mann (60) wurde schwer verletzt. Steht der Mord in Zusammenhang mit dem Verschwinden eines früheren Mitglieds der Hells Angels?

Rockerkrieg in Oldenburg? Onkel von Ex-Hells-Angels-Boss getötet

Wie die "Bild"-Zeitung schreibt, ist der 29-jährige Rezan Cakici seit knapp drei Wochen verschwunden. Bei den Opfern der Schießerei soll es sich um den Onkel und den Vater des Ex-Rockers handeln. Die Polizei konnte den Täter direkt am Tatort festnehmen. Steht die Tat in Zusammenhang mit dem Verschwinden des 29-Jährigen? Findet die Polizei nun Hinweise auf dessen Verbleib?

Seit einer Woche fahndet die Polizei öffentlich nach Rezan und bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Dort heißt es: "Cakici war zuletzt in den Abendstunden des 3. Juli 2017 im Oldenburger Stadtteil Nadorst gesehen worden; einige Tage später wurde er von Angehörigen als vermisst gemeldet."

Rezan Cakici legt sich mit Rockern an

Laut "Bild" hat sich der 29-Jährige im Rockermilieu viele Feinde gemacht. Er soll sich für die Kurden ausgesprochen und den IS verurteilt haben. Außerdem soll er Geld aus dem Club abgezweigt haben. 2014 wurde er aus dem Club "Nomads Turkey Bielefeld" geworfen. Zudem wurde er als vogelfrei erklärt. Jedes Hells Angels Mitglied darf ihn demnach angreifen oder sogar töten. Hat das Verschwinden mit diesem Streit zu tun? Wie "Bild" berichtet, führe die Spur der Ermittler nicht in die Rockerszene.

FOTOS: Hells Angels und Bandidos Kriminelle Rockerclubs in Deutschland

Haftbefehl gegen mutmaßlichen Todesschützen erlassen

Das Amtsgericht Oldenburg hat Haftbefehl gegen einen 38-Jährigen erlassen, der am Donnerstagabend einen Mann erschossen haben soll. Das teilte die Polizei am Freitag mit. Bei dem Todesopfer handelt es sich um einen 65 Jahre alten Mann. Ein 60-Jähriger wurde zudem durch Schläge schwer verletzt. Die Ermittler gehen von geschäftlichen Streitigkeiten aus. Der Tatverdächtige hat laut Polizei die türkische Staatsangehörigkeit und soll in die JVA Oldenburg überführt werden.

Eine Verbindung gibt es zu einem seit fast vier Wochen vermissten 29-jährigen ehemaligen Mitglied der Rockergruppe Hells Angels. Der Getötete war der Onkel des Verschwundenen, der Schwerverletzte ist dessen Vater. Ob die Tat allerdings grundsätzlich in Verbindung mit dem Rockermilieu gebracht werden kann, ist laut Polizei derzeit Spekulation.

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bua/fka/news.de/dpa

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