28.10.2015, 15.07 Uhr

Hells Angels als Security: Ex-Rocker-Boss Günther L. soll Flüchtlingsheim bewachen

Ist das wirklich denkbar? Einem Medienbericht zufolge soll ein Ex-Rocker-Boss in NRW jetzt für den Schutz von Flüchtlingen eingesetzt werden.

Ein Ex-Rocker-Boss soll in Frechen Flüchtlinge bewachen. Bild: dpa/Symbolbild

Der 54-jährige Günther L. soll laut Informationen der "Bild"-Zeitung einst der Boss des mittlerweile verbotenen Motorradclubs Hells Angels MC Cologne gewesen sein. Jetzt habe der von dem Blatt als "Schwerkrimineller" bezeichnete Ex-Rocker-Boss eine ganz neue Aufgabe gefunden: Der Mann soll als Teil einer privaten Sicherheitsfirma Flüchtlinge im nordrhein-westfälischen Frechen bewachen.

Hells Angels: Ex-Rocker-Boss soll Flüchtlinge in Frechen bewachen

Auf dem Schulgelände des städtischen Gymnasiums seien in der Turnhalle am Rotdornweg seit August 200 Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan untergebracht, berichtet die "Bild"-Zeitung. Zum Schutz zwischen Schülern, Lehrern und Flüchtlingen sei neben einem Polizisten auch eine Sicherheitsfirma mit den Aufgaben betraut, der Günther L. angehören soll.

Flüchtlings-Schutz: Dürfte der Ex-Rocker-Boss diesen Job überhaupt machen?

Dabei sollte der Ex-Rocker-Boss laut "Bild"-Informationen den Job gar nicht machen dürfen: Gegen L. wurde angeblich wegen Anstiftung zum Mord ermittelt, außerdem sei momentan eine Anklage am Kölner Landgericht gegen den Mann anhängig. Ihm soll zweifache Körperverletzung sowie die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen werden.

Ex-Rocker Boss Günther L. soll 25 Euro Stundenlohn bekommen

Wie der Mann an seinen Job als Sicherheitspersonal gekommen sei, bleibt laut "Bild"-Bericht unklar. Auf ein (eigentlich) gefordertes, sauberes Führungszeugnis dürfte er wohl kaum zurückgegriffen haben, so die Vermutung des Blattes. Übrigens: Günther L. soll für seine Dienste einen Stundenlohn von 25 Euro bekommen - will die "Bild" erfahren haben.

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rut/hos/news.de

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