"Menners!": Dieses Buch zerlegt die Männerwelt mit Witz und Wucht
Ein Buch wie ein gnadenlos ehrliches Bar-Gespräch: Meik Gudermann rechnet mit der Männerwelt ab. Scharf, witzig und überraschend befreiend. "Menners!" ist kein Wohlfühlbuch, sondern ein schonungsloser Blick hinter die Fassade männlicher Selbstverständlichkeiten.
Von news.de Redakteurin Anika Bube - Uhr
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- Schonungslos & witzig: Abrechnung mit toxischen Männer-Mustern
- Bar-Gespräch-Stil: Persönlich, bissig und leicht zugänglich
- Klare Botschaft: Mehr Selbstbestimmung – und weniger Ausreden für "Menners"
Dieses Buch tut weh und genau das macht es so gut. Meik Gudermann serviert mit "Menners! Ein Gespräch über Männer – mit deinem schwulen besten Freund" eine bitterböse, kluge und oft urkomische Abrechnung mit männlichen Verhaltensmustern. Wer glaubt, hier nur lockere Unterhaltung zu bekommen, wird schnell eines Besseren belehrt.
Schluss mit Ausreden: Dieses Buch entlarvt Männer
Gudermann inszeniert sein Werk als das "unterhaltsamste verschriftlichte Bargespräch". Doch hinter Gin Tonic und pointierten Sprüchen steckt mehr: eine analytische Demontage des Patriarchats. Er schreibt nicht als außenstehender Kritiker, sondern als "Kriegsberichterstatter aus dem Männeruniversum". Genau dieser Insider-Blick verleiht dem Buch seine Schärfe und macht es so treffsicher.
Meik Gudermann bringt eine ungewöhnliche Perspektive mit. Seine Stationen – von Sozialarbeit bis Entertainment – wirken wie Feldstudien durch unterschiedlichste Männerwelten. In den sozialen Netzwerken nutzt er seine Reichweite, um Sexismus satirisch zu zerlegen. Seine eigene Entwicklung beschreibt er als "Deinstallation des männlichen Betriebssystems". Ein Perspektivwechsel, der das Fundament des Buches bildet.
"Menners" erklärt: Wenn Verhalten zum System wird
Im Zentrum steht Gudermanns wichtigste Unterscheidung zwischen "Männern" und "Menners". "Menners" sind keine biologischen Wesen, sondern ein Muster:
- reflexhafte Abwehr ("Aber nicht alle Männer")
- Mansplaining als Dauerzustand
- Nostalgie nach einer "guten alten Zeit", die für andere nie gut war
Das Ergebnis: ein System, das Privilegien schützt und Kritik abwehrt. Oft unbewusst, aber umso wirksamer.
Besonders stark ist das Buch dort, wo es Alternativen zeigt. Die Freundschaft zwischen Frauen und schwulen Männern wird zur "platonischen Lovestory". Ein Raum ohne Konkurrenzdruck und versteckte Erwartungen. Hier geht es nicht um Bewertung, sondern um echte Unterstützung. Eine "emotionale Powerbank", die dem Alltag etwas entgegensetzt.
Anekdoten zwischen Witz und Wirklichkeit
Gudermanns untermauert seine Thesen mit Anekdoten, die so absurd wie aufschlussreich sind. Diese Geschichten sind mehr als Unterhaltung – sie liefern den Beweis für die beschriebenen Muster:
- Die Titanic-Performance: Die bizarre Szene, in der der junge Meik Kate Winslet auf einem Poster mit einer "Mickey-Maus-Magazin Gummihand" auspeitschte.
- Die Hamburg-Fahrt: Das Ego-Drama um ein versagendes Navi, das den Ex-Partner in ein "rollendes Schweigekloster" verwandelte. Eine Kurskorrektur wurde hier zur existentiellen Entmannung umgedeutet. Ein Lehrstück über männliche Kritikunfähigkeit.
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Fazit: Ein unbequemes, aber befreiendes Buch
"Menners!" ist keine leichte Kost. Aber eine lohnende. Meik Gudermann gelingt ein Spagat zwischen Satire und Analyse, zwischen Wut und Humor. Das Buch will nicht nur unterhalten, sondern den Blick schärfen. Die zentrale Botschaft: Wer die Spielregeln erkennt, kann sich ihnen entziehen. Oder, wie Gudermann es formuliert: Man muss sich künftig "von keinem Lörres mehr erklären lassen, wie die Welt funktioniert".
Titel: "Menners! Ein Gespräch über Männer – mit deinem schwulen besten Freund"
Autoren: Meik Gudermann
Verlag: Goldmann, 2026
Seitenzahl, Buchart: 224, Paperback
Preis: 18,00 Euro
ISBN: 978-3-442-18072-1
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