Trinkwasserverschmutzung Wasserversorgung Ilmtalgruppe heute: Abkochgebot für Trinkwasser im Versorgungsgebiet der Ilmtalgruppe
Für die Regionen Kelheim und Pfaffenhofen a.d. Ilm (Wasserversorgung Ilmtalgruppe) wurde eine Warnung wegen einer Trinkwasserverschmutzung herausgegeben. Wie ernst die Lage eingeschätzt wird und wie Sie sich am besten verhalten, erfahren Sie hier.
Erstellt von Alexander Aßmann - Uhr
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- Warnung zu einer Trinkwasserverschmutzung in Wasserversorgung Ilmtalgruppe (Kelheim)
- Meldezeit: Heute, der 28.10.2026, 12:30 Uhr
- Meldung gilt sofort, mit der Gefahrenstufe "gering"
Im Kreis Kelheim warnt die Leitstelle ihre Bevölkerung vor einer Trinkwasserverschmutzung. Verschmutztes Wasser kann ein Gesundheitsrisiko mit sich bringen. Achten Sie darauf, dass sie nur sauberes Trinkwasser zu sich nehmen. Bitte sorgen Sie für Ihre Sicherheit und folgen Sie den Empfehlungen der Behörden.
Abkochgebot für Trinkwasser im Versorgungsgebiet der Ilmtalgruppe - Wasserversorgung Ilmtalgruppe
Heute hat die Leitstelle um 12:30 Uhr eine Warnung herausgegeben. Diese gilt im Bundesland Bayern, für Kelheim.
"Trotz großer Bemühungen bei den Reinigungs- und Desinfektionsarbeiten sind bei den engmaschigen Nachbeprobungen zur Überwachung erneut Grenzwertüberschreitungen im Wasserspeicher der Wasserversorgung Ilmtalgruppe festgestellt worden. Deshalb muss wieder ein sofortiges Abkochgebot erlassen werden. Betroffen sind – wie beim letzten Abkochgebot - folgende Orte: Starzhausen, Burgstall, Rohrbach (nur Messerschmidtstraße), Irlmühle, Schwaig, Fahlenbach, Königsfeld, Buchersried, Auhöfe, Eichelberg, Parleiten, Scheurerhof, Holzleiten, Geisenfeld, Ainau, Zell, Geisenfeldwinden, Gaden, Wasenstadt, Engelbrechtsmünster, Schillwitzried, Schillwitzhausen, Nötting, Lindach, Moosham, Straßberg, Gießübel und Schafhof. Teile der Waaler Gruppe und Biburger Gruppe sind nicht betroffen. Es laufen weitere umfangreiche Untersuchungen zur Ursachenfindung durch die Wasserversorgung llmtalgruppe in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt Pfaffenhofen. Der Nachweis coliformer Bakterien und intestinaler Enterokokken stellt immer eine unerwünschte Belastung des Trinkwassers dar. Diese werden als sogenannte „Indikatorkeime“ im Trinkwasser untersucht. Sie finden sich häufig in Ausscheidungen von Warmblütern (Mensch, Rind, etc.), aber auch in Insekten/Schnecken. Diese Keime können somit ein Indikator für eine fäkale Verunreinigung, aber auch für eine Verunreinigung nicht fäkaler Herkunft sein. Coliforme und intestinale Enterokokken selbst gelten als „fakultativ pathogen“. Das heißt, dass sie in der Regel bei gesunden Menschen keine Infektionen auslösen. Die Abkochanordnung ist eine Sicherheitsmaßnahme zum Schutz der Bevölkerung." (Quelle: Integrierte Leitstelle Ingolstadt)
Verschmutzungen des Trinkwassers können etwa durch industrielle Abwässer, landwirtschaftliche Düngemittel oder menschliche Abwässe auftreten. Die Folgen können schwerwiegend sein, da verschmutztes Wasser eine Vielzahl von Krankheitserregern und chemischen Stoffen enthalten kann, die zu gesundheitlichen Problemen führen. Diese reichen von leichten Beschwerden wie Übelkeit und Durchfall bis hin zu schweren Krankheiten wie Hepatitis A oder Cholera. Besonders gefährdet sind Kinder und Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Um die Gesundheitsrisiken zu minimieren, ist es wichtig, dass das Trinkwasser regelmäßig auf Verunreinigungen überwacht und gegebenenfalls gereinigt wird.
Die Gefahr wurde als gering eingestuft, doch beachten Sie trotzdem die nötigen Verhaltensregelungen, um mögliche Verletzungen, Schäden oder Unannehmlichkeiten zu verhindern oder zumindest zu verringern.
Vorgehen bei einer Trinkwasserverschmutzung
Im Fall einer Trinkwasserverschmutzung empfiehlt das zuständige Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) Folgendes:
- Informieren Sie sich, zum Beispiel im Radio.
- Kochen Sie das Wasser ab, bevor Sie es zum Trinken oder in der Küche verwenden.
- Informieren Sie Ihre Nachbarn.
- Hinweise zum Abkochgebot
- Lassen Sie das Wasser einmalig sprudelnd Aufkochen und dann langsam über mindestens 10 Minuten abkühlen. Die Verwendung eines Wasserkochers ist aus praktischen Gründen zu empfehlen.
- Nehmen Sie für die Zubereitung von Nahrung, zum Zähneputzen und zum Reinigen offener Wunden ausschließlich abgekochtes Leitungswasser.
- Sie können das Leitungswasser für die Toilettenspülung und andere Zwecke ohne Einschränkungen nutzen. Körperpflege kann mit nicht abgekochtem Wasser erfolgen, sofern darauf geachtet wird, dass das Wasser nicht getrunken wird bzw. auf offene Wunden gelangt.
- Wir informieren, sobald es Neuerungen gibt. Bitte geben Sie die Information auch an Ihre Mitbewohner und Nachbarn weiter.
Sobald keine Gefahr mehr besteht, veröffentlicht das BBK eine entsprechende Meldung. Bei uns erfahren Sie, sobald eine Entwarnung zu dem Vorfall gegeben wird.
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