Waldbrandgefahr in Bayern: Vorsicht geboten in Nauwald
Vorsicht beim Betreten von Wäldern! Die Lage einiger Waldflächen in Bayern ist aktuell kritisch. Um welche Wälder es sich handelt, wie die weitere Entwicklung der Bedrohungslage ist und mehr zeigen wir Ihnen auf news.de.
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
Suche
Trockener Frühling und heißer Sommer: Ein gefährlicher Cocktail für die Wälder in der Bundesrepublik. Unter diesen Voraussetzungen können mit Leichtigkeit folgenschwere Waldbrände ausbrechen. Der Deutsche Wetterdienst überwacht die Bedrohungslage in vielen Standorten in ganz Deutschland und hier auf news.de informieren wir Sie nicht nur über die aktuell am schlimmsten bedrohten Wälder in Ihrer Region, sondern geben auch eine Entwicklung des Risikos über die nächsten Tage.
Diese Wälder in Bayern sind aktuell besonders betroffen
In 1 Wald besteht zur Zeit eine hohe Gefahr auf Waldbrand. Bitte beachten Sie die gegebenen Vorsichtsmaßnahmen, wenn Sie diesen Wald betreten oder sich in der Nähe aufhalten.
- Nauwald
Interessant zu wissen: Die Art des Waldes bestimmt mit, wie hoch das Risiko eines Brandes ist. So sind harzhaltige Nadelbäume sehr viel anfälliger für Feuer und reine Nadelwälder leiden unter einem grundsätzlich höherem Risiko als Mischwälder oder reine Laubwälder.
Lesen Sie auch: Was tun, wenn Feuer ausbricht? Unser Ratgeber bei Bränden
Einflussfaktor Wetter
Das Wetter ist der größte Einflussfaktor auf das Risiko eines Waldbrands. Luftfeuchtigkeit, Bodenfeuchte, Niederschlag, Windstärke und Temperaturen legen den Grundstein für einen feuchten, schwer brennbaren oder einen trockenen, leicht entzündlichen Wald.
Am heutigen Tag sind kaum Niederschläge zu erwarten, aber die kommenden Tage dürfen wir in Bayern wieder mit Regen rechnen. Leichter Nieselregen hilft meist wenig gegen die Trockenheit eines Waldes, weil die geringen Wassermengen schnell im Boden versickern und nicht in den oberen Schichten zurück bleiben. Die Temperaturen sinken in den kommenden Tagen ab, was das Risiko eines Waldbrandes senken kann. Der aktuell mäßige Wind wird abnehmen. Die Rolle des Windes in einem Waldbrand besteht darin, dass er einem entstehenden Feuer zusätzlichen Sauerstoff zuführt - je stärker der Wind also weht, desto mehr werden die Flammen genährt. Betrachtet man das heutige Wetter insgesamt, begünstigt es Waldbrände, da der Regen ausbleibt und kräftiger Wind weht und heiße Temperaturen vorherrschen.
Waldbrandgefahr für Bayern? Aktuelle Gefahreneinstufung der Messstationen
Vereinzelte Waldgebiete in Bayern sind von erhöhter Brandgefahr betroffen. Weniger als die Hälfte der Messstationen des deutschen Wetterdienstes melden für die kommenden fünf Tage mindestens einmal die Warnstufe 3 und somit eine mittlere bzw. erhöhte Gefahr für einen Waldbrand. 23 von 100 Stationen werden aufgeführt, weil sie einen WBI von 3 oder mehr aufweisen.
| Stationsname | 20.08.2026 | 21.08.2026 | 22.08.2026 | 23.08.2026 | 24.08.2026 | Entwicklung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Staffelstein, Bad-Stublang | 🟢 | 🟡 | 🟢 | 🟢 | 🟠 | ↗️ |
| Kahl/Main | 🟢 | 🟠 | 🟢 | 🟡 | 🟠 | ↗️ |
| Schonungen-Mainberg | 🟢 | 🟠 | 🟢 | 🟢 | 🔴 | ↗️ |
| Lohr-Halsbach/Main | 🟢 | 🟡 | 🟡 | 🟠 | 🟠 | ↗️ |
| Arnstein-Müdesheim | 🟢 | 🟡 | 🟡 | 🟠 | 🟠 | ↗️ |
| Röllbach | 🟢 | 🟠 | 🟢 | 🟢 | 🟠 | ↔️ |
| Kitzingen | 🟡 | 🟠 | 🟢 | 🟡 | 🟠 | ↔️ |
| Möhrendorf-Kleinseebach | 🟢 | 🟠 | 🟢 | 🟡 | 🟠 | ↗️ |
| Gollhofen | 🟠 | 🟠 | 🟢 | 🟡 | 🟠 | ↘️ |
| Nürnberg (Flughafen) | 🟡 | 🟡 | 🟡 | 🟠 | 🟠 | ↗️ |
| Markt Erlbach-Hagenhofen | 🟡 | 🟡 | 🟢 | 🟢 | 🟠 | ↔️ |
| Amberg-Unterammersricht | 🟠 | 🟡 | 🟢 | 🟢 | 🟠 | ↘️ |
| Kümmersbruck | 🟡 | 🟡 | 🟢 | 🟢 | 🟠 | ↔️ |
| Rothenburg ob der Tauber | 🟡 | 🟡 | 🟢 | 🟢 | 🟠 | ↔️ |
| Weidenbach-Weiherschneidbach | 🟡 | 🟡 | 🟢 | 🟢 | 🟠 | ↔️ |
| Feuchtwangen-Heilbronn | 🟡 | 🟡 | 🟡 | 🟡 | 🟠 | ↗️ |
| Eichstätt-Landershofen | 🟡 | 🟢 | 🟢 | 🟢 | 🟠 | ↗️ |
| Harburg | 🟠 | 🟡 | 🟢 | 🟢 | 🟡 | ↘️ |
| Neuburg an der Donau | 🟡 | 🟢 | 🟢 | 🟢 | 🟠 | ↗️ |
| Dillingen/Donau-Fristingen | 🔴 | 🟡 | 🟢 | 🟢 | 🟠 | ↘️ |
| Günzburg | 🔴 | 🟡 | 🟢 | 🟢 | 🟡 | ↘️ |
| Augsburg | 🟠 | 🟡 | 🟢 | 🟢 | 🟡 | ↘️ |
| Freising-Dürnast | 🟠 | 🟡 | 🟢 | 🟢 | 🟡 | ↘️ |
🟢 = Warnungsstufe 1
🟡 = Warnungsstufe 2
🟠 = Warnungsstufe 3
🔴 = Warnungsstufe 4
🟣 = Warnungsstufe 5
Ein Teil der Stationsstandorte misst heute die Stufe 2, und auch morgen bleibt es meist bei dieser Stufe. Wie ein Blick auf die weitere Entwicklung deutlich macht, sinkt der WBI für 7 von 23 Stationen in den kommenden Tagen ab, für 6 bleibt er gleich und für 10 steigt er an. Für Bayern gibt es damit eine steigende Tendenz des WBI.
Warnungsstufen legen angemessenes Verhalten fest
Das Stufenmodell wurde 2014 bundesweit eingeführt und orientiert sich am internationalen Standard von fünf Stufen, 1 bis 5. Es hat den Zweck, die Bevölkerung über die Gefahrenlage zu informieren. Jede Gefahrenstufe beinhaltet Empfehlungen und Hinweise für das Verhalten im Wald, die sich regional leicht unterscheiden können. Bei niedrigen Stufen handelt es sich meist nur um die Sensibilisierung der Bürger, ab Stufe 3 oder 4 ist es möglich, dass Verbote dazu kommen, um den Wald zu schützen. Im Folgenden finden Sie eine Erklärung zu den einzelnen Stufen, typischen Verhaltensregeln und möglichen Einschränkungen. Diese können im Detail jedoch regionale Unterschiede aufweisen. Genaue Informationen dazu finden Sie beispielsweise auf den Seiten der örtlichen Feuerwehr oder der zuständigen Forstbehörde.
Stufe 1 – sehr geringes Risiko
Es gibt keine weiteren Einschränkungen.
Stufe 2 – geringes Risiko
Zündquellen sind zu vermeiden. Befahren Sie Wege mit trockenem Boden nur im Notfall.
Stufe 3 – mittleres Risiko
Benutzen Sie keine öffentlichen Feuerstellen oder Grillplätze mehr. Rauchen Sie nicht in Wäldern. Führen Sie keine Waldarbeiten durch, die Funkenschlag oder Feuer beinhalten, wie das Verbrennen von Reisig oder Schweißen.
Stufe 4 – hohes Risiko
Parkplätze und touristische Einrichtungen im Wald können gesperrt werden. Verlassen Sie öffentliche Waldwege nicht und parken oder benutzen Sie Ihr Auto nicht im Wald.
Stufe 5 – extrem hohes Risiko
Waldeigentümer und Forstbehörden können vorübergehend ein Begehverbot für besonders gefährdete Gebiete verhängen. Achten Sie auf die Beschilderung und vermeiden Sie grundsätzlich Waldspaziergänge.
Was noch interessant ist: DIESE Strafen erwarten Brandstifter
Wie schnell breiten sich Waldbrände aus?
Die Geschwindigkeit hängt von vielerlei Faktoren ab, darunter die Art und Menge der Vegetation im betroffenen Gebiet, der Geländeneigung (z.B Hanglage) und den aktuellen Witterungsbedingungen wie niedrige Luftfeuchtigkeit, die zu ausgetrockneter Vegetation führt oder starken Winden, durch die der Brand sich unvorhersehbarer und schneller ausbreiten kann. Die Voraussage ist komplex und die Geschwindigkeit von Waldbränden kann sich sehr von einander unterscheiden. Manche können sich innerhalb einer Stunde mehrere Kilometer ausbreiten. Genauso atemberaubend wie erschreckend ist die unterschiedliche Länge, die ein Waldbrand anhalten kann. So sind einige nach Stunden oder wenigen Tagen gelöscht, während es vereinzelte Waldbrände gibt, die sich wochen- oder sogar monatelang halten, bis die Löschversuche endlich erfolgreich sind.
Wann ist die Waldbrandgefahr am höchsten?
Deutschlands Wälder sind von Anfang März bis Ende September besonders gefährdet. Vor allem von April bis Juni ist es in vergangenen Jahren durch die Frühjahrstrockenheit zu den häufigsten Waldbränden gekommen. So gab es 2021 im April 104, im Mai 70 und im Juni 186 Waldbrände in der Bundesrepublik. Um der Bevölkerung in dieser Zeit eine Orientierungshilfe an die Hand zu geben, wurde ein Stufenmodell für die Waldbrandgefahr entwickelt. Der Deutsche Wetterdienst veröffentlicht tagesaktuell den Waldbrandgefahrenindex, in dem die einzelnen Regionen mithilfe verschiedener Messungsgrundlagen in die Waldbrandgefahrenstufen eingeteilt werden.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf Basis aktueller Daten vom deutschen Wetterdienst KI-gestützt erstellt. Letzter Datenabruf: 20.08.2026. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
roj/news.de
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.