Krankheitswelle Anfang April: Viele klagen über Augenrötung

Die Saison sorgt für eine bundesweite Verbreitung von Krankheitssymptomen. Die neuesten Erhebungen des ärztlichen Bereitschaftsdienstes 116 117 zeigen: Erkrankungen mit Magen-Darm-Beschwerden sind derzeit die häufigste Ursache für Anrufe – gleichzeitig nehmen auch Augenrötung-Erkrankungen weiter zu. Woran das liegen könnte, erklärt die AOK.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Die Grippesaison ruft wieder nach ärztlichen Utensilien beim morgendlichen Kaffee. (Symbolbild) (Foto) Suche
Die Grippesaison ruft wieder nach ärztlichen Utensilien beim morgendlichen Kaffee. (Symbolbild) Bild: picture alliance/dpa/Lehtikuva | Emmi Korhonen
  • Symptom Magen-Darm-Beschwerden in Kalenderwoche 14 am stärksten verbreitet mit 8.674 Meldungen
  • Anstieg um 29.3% bei Augenrötung
  • Grippesymptome mit 54.3% Rückgang

Entsprechend der bundesweiten Symptomstatistik nehmen im Frühling Magen-Darm-Beschwerden spürbar zu. Laut AOK sind häufig Noroviren und Rotaviren für Infektionen verantwortlich, die sich in der kühleren Jahreszeit leichter verbreiten. Typische Ansteckungswege sind verunreinigte Lebensmittel oder mangelnde Handhygiene. Wer erkrankt, sollte vor allem ausreichend trinken und den Körper mit leichter Kost schonen. Medikamente können die Genesung unterstützen, sind aber in vielen Fällen nicht zwingend notwendig.

Magen-Darm-Beschwerden aktuell häufigstes Symptom in Deutschland

Der Kassenärztliche Bereitschaftsdienst des Patientenservices 116 117 meldet für die Kalenderwoche 14 Magen-Darm-Beschwerden als am häufigsten genanntes Symptom. Die Beschwerde wurde insgesamt 8.674 mal gemeldet. Damit sind 7,8  Prozent der Anrufenden von Magen-Darm-Beschwerden betroffen.

Symptome aktuell: Grippesymptome rückläufig – Augenrötung mit stärkstem Anstieg

Besonders stark Rückläufig sind im Moment Grippesymptome. Im Vergleich zum Vormonat reduzierte sich die Anzahl der Berichte um 54.3% von 10.389 auf 4.748 Fälle.

Im Gegensatz dazu verstärkte sich die Verbreitung von Augenrötung deutlich. Hier wurde ein Zuwachs von 29.3% gemeldet – der stärkste Anstieg unter allen Symptomen. Insgesamt 2.949 Anrufe registrierte der Patientenservice in Kalenderwoche 13 zu diesem Symptombild. In der vorherigen Woche wurden nur 2.281 gemeldet.

Im Frühling leiden viele Menschen unter gereizten und geröteten Augen. Laut Gesundheitsinformation.de steckt dahinter oft Heuschnupfen: Pflanzenpollen können eine allergische Reaktion auslösen, bei der die Augen jucken, tränen und die Lider anschwellen. Um die Belastung zu verringern, raten Fachinformationen dazu, den Pollenflug im Blick zu behalten, Wohnräume bei starkem Pollenflug nur kurz und zur passenden Tageszeit zu lüften sowie nach dem Aufenthalt im Freien Kleidung zu wechseln oder abends die Haare zu waschen, damit möglichst wenig Pollen in die Wohnung gelangen

Sollten Sie eines dieser Symptome aufweisen, wenden Sie sich bei Bedenken an Ihren Arzt oder den Patientenservice unter der Nummer 116 117. Diese bietet außerdem Hilfe bei stress-, angst- oder depressionsbedingten Symptome. Zusätzlich steht die Telefonseelsorge rund um die Uhr kostenfrei und anonym unter den Telefonnummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222 zur Verfügung.

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