Gesundheitstrends Mitte März: Augenbeschwerden steigen, Fieberfälle sinken

Eine neue Krankheitswelle trifft gerade auf Deutschland. Magen-Darm-Beschwerden verbreiten sich, Pollen rücken aus und Grippesymptome erfahren einen starken Rückgang.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Aktuelle Daten zum Pollenflug in Ihrer Region auf news.de. (Foto) Suche
Aktuelle Daten zum Pollenflug in Ihrer Region auf news.de. Bild: Adobe Stock / kucherav
  • Symptom Magen-Darm-Beschwerden in Kalenderwoche 11 am stärksten verbreitet mit 8.360 Meldungen
  • Anstieg um 33.1% bei Augenrötung
  • Fieber mit 42.4% Rückgang

Entsprechend der bundesweiten Symptomstatistik nehmen im Frühling Magen-Darm-Beschwerden spürbar zu. Laut AOK sind häufig Noroviren und Rotaviren für Infektionen verantwortlich, die sich in der kühleren Jahreszeit leichter verbreiten. Typische Ansteckungswege sind verunreinigte Lebensmittel oder mangelnde Handhygiene. Wer erkrankt, sollte vor allem ausreichend trinken und den Körper mit leichter Kost schonen. Medikamente können die Genesung unterstützen, sind aber in vielen Fällen nicht zwingend notwendig.

Magen-Darm-Beschwerden aktuell häufigstes Symptom in Deutschland

Für Kalenderwoche 11 meldet der Kassenärztliche Bereitschaftsdienst des Patientenservices 116 117 Magen-Darm-Beschwerden als am häufigsten genanntes Symptom. Mit insgesamt 8.360 Meldungen stehen sie an der Spitze aller registrierten Beschwerden. Damit entfielen 7,8 Prozent aller Anrufe bundesweit auf Magen-Darm-Beschwerden.

Symptome aktuell: Fieber rückläufig – Augenrötung mit stärkstem Anstieg

Laut den Daten des Patientenservice verzeichnen Fieber im Moment den deutlichsten Rückgang: Im Vergleich zum Vormonat reduzierte sich die Anzahl der Meldungen um 42.4% von 12.627 auf 7.276 Fälle.

Im Gegensatz dazu stiegen die Beschwerden über Augenrötung deutlich an. Um ganze 33.1% stiegen Beschwerden über das Symptom. Zu diesem Symptombild meldete der Patientenserivce in Kalenderwoche 10 insgesamt 2.845 Anrufe. In der vorherigen Periode wurden nur 2.137 registriert.

Augenrötungen breiten sich derzeit aus, während Fieber deutlich seltener wird. Pollen können gerötete, juckende Augen auslösen, wenn sie auf die Schleimhäute treffen und die Bindehaut reizen. Die AOK nennt gerötete, juckende und tränende Augen als typische Folge einer Pollenallergie.

Für Leipzig und den Osten Deutschlands sind gerade vor allem Erlenpollen aktiv. Haselpollen fliegen teils noch mit, die Saison läuft laut Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst aber aus; Esche ist im Osten meist noch kein großer Treiber, und Birke kündigt sich erst an, ohne hier schon flächig stark zu belasten.

Deutschlandweit kommen derzeit außerdem je nach Region schon Pappel-, Ulmen-, Eiben- und Zypressengewächs-Pollen dazu. Der PID schreibt für die Woche 11. bis 17. März 2026, dass vor allem die Nord- und Osthälfte noch einmal stark von Erle betroffen war, während Hasel deutlich nachlässt und Birke erst in ersten Regionen anläuft.

Beim Fieber zeigt sich dagegen eine positive Entwicklung. Das Robert Koch-Institut berichtet, dass die Inzidenz grippeähnlicher Erkrankungen seit Kalenderwoche 5 rückläufig ist. In Kalenderwoche 10 lag sie bei rund 1.200 Fällen pro 100.000 Einwohner, nach 1.400 in der Vorwoche. Der bisherige Höhepunkt war bereits in Kalenderwoche 5 erreicht.

Sollten Sie eines dieser Symptome aufweisen, wenden Sie sich bei Bedenken an Ihren Arzt oder den Patientenservice unter der Nummer 116 117. Diese bietet außerdem Hilfe bei stress-, angst- oder depressionsbedingten Symptome. Zusätzlich steht die Telefonseelsorge rund um die Uhr kostenfrei und anonym unter den Telefonnummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222 zur Verfügung.

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