Krankheitssymptome durch Pollen: Augenrötung und Kopfschmerzen verbreiten sich
Eine neue Krankheitswelle trifft gerade auf Deutschland. Magen-Darm-Beschwerden-Symptome führen die Spitze an. Doch auch Augenrötung und Kopfschmerzen werden immer öfters gemeldet von Ärzt:innen.
Von news.de-Redakteur Lucas Meyer - Uhr
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- Symptom Magen-Darm-Beschwerden in Kalenderwoche 11 am stärksten verbreitet mit 8.360 Meldungen
- Anstieg um 33.1% bei Augenrötung
- Fieber mit 42.4% Rückgang
Entsprechend der bundesweiten Symptomstatistik nehmen im Herbst Magen-Darm-Beschwerden spürbar zu. Laut AOK sind häufig Noroviren und Rotaviren für Infektionen verantwortlich, die sich in der milden Jahreszeit leichter verbreiten. Typische Ansteckungswege sind verunreinigte Lebensmittel oder mangelnde Handhygiene. Wer erkrankt, sollte vor allem ausreichend trinken und den Körper mit leichter Kost schonen. Medikamente können die Genesung unterstützen, sind aber in vielen Fällen nicht zwingend notwendig.
Magen-Darm-Beschwerden aktuell häufigstes Symptom in Deutschland
Für Kalenderwoche 11 meldet der Kassenärztliche Bereitschaftsdienst des Patientenservices 116 117 Magen-Darm-Beschwerden als am häufigsten genanntes Symptom. Die Beschwerde wurde insgesamt 8.360 mal gemeldet. Damit betreffen 7,8 Prozent der deutschlandweit Anrufenden Magen-Darm-Beschwerden.
Symptome aktuell: Fieber rückläufig – Augenrötung mit stärkstem Anstieg
Die Daten des Patientenservices sehen Fieber für die Woche am rückläufigsten. Im Vergleich zum Vormonat sank die Zahl der Meldungen um 42.4% von 12.627 auf 7.276 Fälle.
Augenrötung hingegen stiegen dafür deutlich. Um ganze 33.1% stiegen Beschwerden über das Symptom. Insgesamt 2.845 Anrufe verzeichnete der Patientenservice in Kalenderwoche 10 zu diesem Symptombild. In der vorherigen Woche wurden nur 2.137 erfasst.
Auch der beginnende Pollenflug dürfte zu den aktuellen Ausschlägen beitragen: Nach der Wochenprognose der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst sorgt Anfang März 2026 vor allem die Erle in Deutschland bereits für eine hohe Belastung, begünstigt durch den schnellen Übergang von Winter zu Vorfrühling mit viel Sonne und milden Temperaturen. Pollen reizen die Schleimhäute an Augen und Nase, was gerötete, brennende und tränende Augen auslösen kann; zudem zählen bei Heuschnupfen auch Kopfschmerzen und Kopfdruck zu den möglichen Begleitsymptomen.
Für Allergiker lohnt sich jetzt ein genauer Blick auf den Alltag: Fachleute empfehlen, in der frühen Pollensaison möglichst zu pollenarmen Zeiten zu lüften, abends die Haare zu waschen und Kleidung nach Aufenthalten im Freien zu wechseln. Auch Sonnenbrillen oder Pollenschutzgitter können die Belastung für Augen und Schleimhäute senken. Wie stark die Beschwerden ausfallen, hängt zudem oft vom Wetter ab. Milde, trockene und sonnige Tage lassen den Pollenflug meist zunehmen, Regen sorgt dagegen häufig kurzzeitig für Entlastung.
Sollten Sie eines dieser Symptome aufweisen, wenden Sie sich bei Bedenken an Ihren Arzt oder den Patientenservice unter der Nummer 116 117. Diese bietet außerdem Hilfe bei stress-, angst- oder depressionsbedingten Symptome. Zusätzlich steht die Telefonseelsorge rund um die Uhr kostenfrei und anonym unter den Telefonnummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222 zur Verfügung.
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+++Dieser Text wurde auf der Basis der Daten der SmED generiert und wird datengetrieben aktualisiert. Bei Anmerkungen und Rückmeldungen können Sie uns diese unter hinweis@news.de mitteilen. +++
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mel/roj/news.de
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