Pollenalarm im März: Augenrötungen plus 25 Prozent

Saisonale Krankheitswellen prägen derzeit das Bild in Deutschland. Die neuesten Erhebungen des ärztlichen Bereitschaftsdienstes 116 117 zeigen: Erkrankungen mit Fieber sind aktuell der häufigste Anlass für Anrufe – zugleich nehmen auch Meldungen zu Augenrötungen weiter zu. 

Von news.de-Redakteur - Uhr

Niesreiz, laufende Nase und tränende Augen zählen zu den typischen Heuschnupfensymptomen. (Foto) Suche
Niesreiz, laufende Nase und tränende Augen zählen zu den typischen Heuschnupfensymptomen. Bild: Angelika Warmuth/dpa
  • Symptom Fieber in Kalenderwoche 10 am stärksten verbreitet mit 8.978 Meldungen
  • Anstieg um 24.5% bei Augenrötung
  • Grippesymptome mit 38.8% Rückgang

Fieber ist derzeit das am häufigsten gemeldete Symptom – vor allem bei Kindern. Die AOK erklärt, dass Fieber meist eine normale Abwehrreaktion auf Infektionen ist: Der Körper stellt seine "Temperatur-Einstellung“ höher, um Viren und Bakterien besser zu bekämpfen.

Gerade in Kita und Schule treffen Kinder auf viele neue Erreger; typische Kinderkrankheiten und Atemwegsinfekte verlaufen fast immer mit Fieber. Dadurch steigen die Fieberzahlen in dieser Jahreszeit besonders deutlich – medizinisch meist ein Zeichen dafür, dass das kindliche Immunsystem auf Hochtouren arbeitet, nicht unbedingt für schwerere Erkrankungen.

Fieber aktuell häufigstes Symptom in Deutschland

Für Kalenderwoche 10 meldet der Kassenärztliche Bereitschaftsdienst des Patientenservices 116 117 Fieber als am häufigsten genanntes Symptom. Die Beschwerde wurde insgesamt 8.978 mal gemeldet. Damit sind 7,8  Prozent der Anrufenden von Fieber betroffen.

Symptome aktuell: Grippesymptome rückläufig – Augenrötung mit stärkstem Anstieg

Während Grippesymptome aktuell klar rückläufig sind, steigen die Meldungen zu Augenrötungen spürbar an. Im Vergleich zur Vorwoche legte dieses Symptombild um 24,5 Prozent zu. In Kalenderwoche 9 registrierte der Patientenservice 3.002 Anrufe wegen Augenrötung, nach 2.411 in der Woche zuvor.

Seit dem 1. März hat aus meteorologischer Sicht der Frühling begonnen. Gleichzeitig nimmt die Tageslänge derzeit besonders schnell zu – laut Deutschem Wetterdienst um 3 bis 4 Minuten pro Tag. Dazu kommt aktuell deutlich mildere Luft: Der DWD spricht zum Start in den März von einem frühlingshaften Wetterumschwung mit Höchstwerten teils zwischen 8 und 16 Grad.

Mit dem Frühling zieht auch der Pollenflug an. Die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst meldet für die aktuelle Woche, dass die Pollensaison nun spürbar Fahrt aufnimmt. Vor allem Hasel und Erle legen zu, die Belastung steigt in mehreren Regionen deutlich an. Sonnenschein und milde Luftmassen brächten Natur und Pollen "spürbar in Bewegung", heißt es in der Wochenprognose.

Laut DWD gehören tränende und juckende Augen zu den häufigen Folgen von Pollenbelastung, und die Stärke der Beschwerden hängt eng mit der Pollenkonzentration in der Luft zusammen. Gesundheitsinformation.de weist zudem darauf hin, dass Betroffene vor allem an trockenen, warmen Tagen stärker unter Niesen und Augenjucken leiden.

Das Gesundheitsportal gesund.bund.de nennt Pollen ausdrücklich als möglichen Auslöser einer allergischen Bindehautentzündung. Typisch sind dabei gerötete, juckende und tränende Augen. Damit spricht derzeit mehr für einen saisonalen Frühlings- und Pollen-Effekt als für klassische Winterreize wie Heizungsluft.

Sollten Sie eines dieser Symptome aufweisen, wenden Sie sich bei Bedenken an Ihren Arzt oder den Patientenservice unter der Nummer 116 117. Diese bietet außerdem Hilfe bei stress-, angst- oder depressionsbedingten Symptome. Zusätzlich steht die Telefonseelsorge rund um die Uhr kostenfrei und anonym unter den Telefonnummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222 zur Verfügung.

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