Automobilindustrie: Continental hebt nach starkem Quartal Gewinnprognose an

Große Reifen für E-Autos sorgen bei Continental für Rückenwind, teurere Rohstoffe bremsen. Nun hat der Hersteller im dritten Quartal mehr verdient - und traut sich auch mehr zu. Was steckt dahinter?

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Der Monat Mai 2026 bringt eine Reihe von Gesetzesänderungen und neuen Gesetzen mit sich, unter anderem zu Entlastungen für Autofahrer, steuerfreien Prämien und Gehaltserhöhungen im öffentlichen Dienst. (Foto) Suche
Der Monat Mai 2026 bringt eine Reihe von Gesetzesänderungen und neuen Gesetzen mit sich, unter anderem zu Entlastungen für Autofahrer, steuerfreien Prämien und Gehaltserhöhungen im öffentlichen Dienst. Bild: Adobe Stock / Kadmy

Der Reifenhersteller Continental traut sich nach einem guten dritten Quartal mehr zu - und rechnet mit einer besseren Profitabilität. Conti-Chef Christian Kötz peilt eine um Sondereffekte bereinigte Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern von 13,4 bis 14,0 Prozent an, wie der Konzern mitteilte. Das bedeutet: Von 100 Euro Umsatz sollen im laufenden Jahr bis zu 14 Euro als operativer Gewinn übrig bleiben. Bisher hatten die Hannoveraner demnach 12,0 bis 13,5 Prozent auf dem Zettel.

Von Juli bis September steigerte Conti das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern um knapp 7 Prozent auf 514 Millionen Euro. Der Umsatz lag im selben Zeitraum bei 3,45 Milliarden Euro - und damit 11,4 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Der Rückgang resultiert demnach im Wesentlichen aus dem Verkauf eines Geschäftsfelds. Darum bereinigt läge das Minus bei lediglich 0,1 Prozent.

Unter dem Strich machte Conti im dritten Quartal einen Nettogewinn von 349 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor war ein Verlust von 756 Millionen Euro angefallen. Belastet hatten damals unter anderem Sondereffekte infolge der Abspaltung der Autozuliefersparte, die nun unter dem Namen Aumovio firmiert.

Continental wird reiner Reifenhersteller

Conti-Finanzvorstand Roland Welzbacher zufolge ist der Konzern insbesondere in Europa und Asien hochprofitabel: "Mit großen und leistungsfähigen Reifen für SUV und Elektrofahrzeuge treffen wir den Bedarf der Kunden: Diese Reifen sind ein wesentlicher Treiber unseres Geschäfts". Höhere Rohmaterialpreise wirkten sich aber zunehmend auf das Ergebnis aus - und würden Continental im vierten Quartal noch stärker belasten, teilte der Manager mit.

Die Conti-Führung peilt im ersten Jahr nach der Aumovio-Abspaltung einen Umsatz von 13,5 bis 13,9 Milliarden Euro an. Herausgerechnet ist dabei auch bereits die Kunststofftechniksparte Contitech, die für 4 Milliarden Euro verkauft wird. Der Abschluss der Transaktion könnte noch im laufenden Jahr erfolgen. Continental wird dann zum reinen Reifenhersteller.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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