Verkehr: Knall am frühen Morgen: Sauerland-Talbrücke wird gesprengt
160 Kilo Sprengstoff, 900 Meter Zündschnüre - damit soll die Talbrücke Ottfingen im Sauerland heute morgen gesprengt werden. Was das für Autofahrer auf der wichtigen Nord-Süd-Achse A45 bedeutet.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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An der Autobahn 45 durch das Sauerland wird heute eine weitere Talbrücke gesprengt. Mit etwa 160 Kilogramm Sprengstoff soll am Morgen die erste Hälfte der in die Jahre gekommenen Talbrücke Ottfingen kontrolliert zu Fall gebracht werden. Damit wird Platz geschaffen für einen geplanten Neubau. Während der Bauzeit wird der Verkehr über das zunächst verbleibende zweite Teilbauwerk der Brücke geleitet.
Für die Sprengung allerdings muss der Verkehr aus Sicherheitsgründen ruhen: Die Strecke zwischen den Anschlussstellen Olpe-Süd und Freudenberg wird bereits ab 6.00 Uhr in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Insbesondere für alle, die auf der wichtigen Nord-Süd-Achse vom Ruhrgebiet ins Rhein-Main-Gebiet in die Sommerferien starten wollen, hofft die Autobahn GmbH, dass die Strecke gegen Mittag wieder freigegeben werden kann.
"Drei, zwei, eins - Zündung"
Geplant ist die Sprengung für 8.00 Uhr - angesichts des erwarteten Ferienverkehrs möglichst früh in den Morgenstunden. Auf das Kommando "Drei, zwei, eins - Zündung" des Sprengmeisters soll der Betonkoloss etwa 30 Meter tief senkrecht nach unten stürzen. Dafür haben die Experten in 530 Bohrlöchern ihren Sprengstoff platziert und rund 900 Meter Zündschnüre verlegt.
Schaulustige werden das Spektakel nur aus weiter Ferne verfolgen können, hieß es vorab von der Autobahn GmbH. Abseits der Sicherheitszone gebe es keinen Standort mit freier Sicht auf die komplette Brücke.
Dauerbaustelle Sauerland-Talbrücken
Durch gestiegene Verkehrsbelastung und schwerere Lkw sind etliche Brücken der sogenannten Sauerlandlinie von Dortmund nach Frankfurt so stark belastet, dass sie dringend ersetzt werden müssen. Die Talbrücke Ottfingen stammt aus dem Jahr 1971 - und gehört damit zu den insgesamt 60 Großbrücken, die auf der Strecke schrittweise erneuert werden müssen.
Zwölf sind inzwischen neu gebaut. Zwölf weitere befinden sich im Bau, darunter auch die Talbrücke Rahmede, die Ende 2021 wegen Einsturzgefahr gesperrt und später komplett gesprengt wurde. Seit 2025 fließt der Verkehr bei Lüdenscheid wieder über die erste Brückenhälfte.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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