Automobilindustrie: Autosektor an Börse stark unter Druck nach Zollandrohung
Trump droht mit neuen Zöllen – die Kurse deutscher Autoaktien rauschen ab. Warum Analysten die Lage diesmal besonders kritisch sehen.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Das Risiko weiterer Importzölle der USA auf Einfuhren europäischer Nato-Staaten belastet vor allem die Kurse deutscher Automobilhersteller. Henning Cosman, Analyst von der britischen Bank Barclays, hält die deutschen Autobauer Porsche, Mercedes-Benz, BMW und VW für am stärksten betroffen. Aber auch der europäische Sektorindex insgesamt sackte auf den tiefsten Stand seit Mitte Oktober ab.
BMW gaben heute als Dax-Schlusslicht 4,4 Prozent auf 84,82 Euro nach, im MDax büßten Porsche AG als Schlusslicht 4,3 Prozent auf 40,41 Euro ein. Mercedes-Benz sanken um 3,4 Prozent auf 56,80 Euro, VW verloren 3,7 Prozent auf 97,70 Euro. Die Papiere der VW-Beteiligungsgesellschaft Porsche SE gaben um 4,0 Prozent auf 36,01 Euro nach. Auch die Papiere von Zulieferern wie Continental, Infineon und Aumovio gerieten unter Druck und büßten zwischen 1,7 bis 3,0 Prozent ein.
Barclays-Analyst Cosman sprach angesichts der Drohungen von US-Präsident Donald Trump im Grönland-Konflikt von einer beunruhigenden Rhetorik. Geopolitische Risiken mit Blick auf die Autobranche überraschten ihn nicht, doch die Bedrohung sei greifbarer und trete zudem früher als erwartet ein, selbst wenn es Abkommen, Verzögerungen und/oder Ausnahmen geben werde.
"US-Präsident Donald Trump schwingt erneut die Zoll-Keule und trifft Europa damit an einem empfindlichen Nerv", schrieb Analyst Frank Sohlleder vom Broker Activtrades. Investoren dürften sich schmerzlich an Anfang April 2025 erinnern, als Trump seine ersten Zollpläne vorgestellt habe und der deutsche Leitindex Dax innerhalb kürzester Zeit um sage und schreibe mehr als 18 Prozent in die Tiefe gerauscht sei. Weil im Polit-Thriller um Grönland die diplomatischen Fronten verhärtet seien, sei davon auszugehen, dass die Volatilität an den europäischen Aktienmärkten deutlich steigen dürfte.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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