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Queen Elizabeth II.: Jetzt amtlich! Prinz Charles ersetzt die Queen

Prinz Charles von Großbritannien sitzt zur Eröffnung des Parlaments im House of Lords neben der Krone auf seinem Platz. Bild: picture alliance/dpa/PA Wire | Ben Stansall

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Es ist ein wahrlich historischer Moment im House of Lords in London: Erstmals seit 59 Jahren wird Queen Elizabeth II. nicht an der Eröffnung des Parlaments teilnehmen und somit auch nicht die offizielle Thronrede, auch bekannt als Queen's Speech beziehungsweise King's Speech, halten. Stattdessen wird diese Ehre in diesem Jahr erstmals ihrem erstgeborenen Sohn Prinz Charles zuteil.

Prinz Charles leitet erstmals Parlamentseröffnung in London

Es ist derBeginn einer neuen Ära: Der britische Thronfolger Prinz Charles (73) hat am 10. Mai 2022 erstmals die Regierungserklärung im Parlament in London verlesen. Mit der "Queen's Speech" wird traditionell eine neue Sitzungsperiode von Unter- und Oberhaus eingeläutet. Die Zeremonie wird mit großem Pomp begangen und zählt zu den wichtigsten konstitutionellen Aufgaben der britischen Monarchie.

Begleitet wurde der Prince of Wales, der eine Admiralsuniform trug, von seiner Frau Herzogin Camilla (74) und seinem ältesten Sohn Prinz William (39). Neben Charles, der auf dem prachtvollen Thron Platz genommen hatte, war auf einem kleinen Tisch die glitzernde Staatskrone - Imperial State Crown genannt - platziert.

Jetzt amtlich! Prinz Charles ersetzt Queen Elizabeth II. bei der Parlamentseröffnung

Damit die Parlamentseröffnung samt Zeremonie auch in ihrer Abwesenheit stattfinden kann, hat die Queen den beiden zukünftigen Königen Prinz Charles und Prinz William ausdrücklich die Befugnis erteilt, im Namen ihrer Majestät zu handeln. Für den 73 Jahre alten Prinz Charles ist es das erste Mal, dass er die Thronrede zur Eröffnung des Parlamentes halten wird. Der Palast betonte laut "Daily Mail" allerdings, dass dies keineswegs die Regentschaft von Prinz Charles einläute. Er sei lediglich ein Stellvertreter der Queen.

Sorge um Queen Elizabeth II. - Queen sagt Parlamentseröffnung ab

Begründet wurde die Abwesenheit von Queen Elizabeth II. weiterhin mit "Mobilitätsproblemen". Von gesundheitlichen Problemen oder gar einer Krankheit bei der Monarchin ist weiterhin nicht die Rede. Während die Queen also selbst nicht im Parlament anwesend sein kann, ist zumindest ihre Krone, die Imperial State Crown, teil der Zeremonie. Laut "Daily Mail" hat die Königin 1,06 Kilogramm schwere Staatskrone bei den letzten Staatseröffnungen nicht mehr getragen, allerdings war sie immer noch anwesend, so wie auch heute.

Die Staatskrone (Imperial State Crown) wird vor der Eröffnung des Parlaments im House of Lords am Eingang des Souveräns zum Palace of Westminster übergeben. Bild: picture alliance/dpa/PA Wire | Chris Jackson

Queen Elizabeth II. verpasst Parlamentseröffnung zum dritten Mal

Für die Queen ist es das dritte Mal in ihrer gesamten Regentschaft, dass sie die Zeremonie verpasst. In den Jahren 1959 und 1963 war sie mit Prinz Andrew beziehungsweise Prinz Edward schwanger und konnte deshalb nicht teilnehmen. Damals hatte jeweils der Lordkanzler die Thronrede gehalten.

Zum State Opening of Parliament versammeln sich die Mitglieder beider Kammern des Parlaments - Abgeordnete und Lords - im Oberhaus. Der konservative Premierminister Boris Johnson und Oppositionschef Keir Starmer von der Labour-Partei verfolgten den Vortrag schweigend vom hinteren Teil des Plenarsaals im Oberhaus.

Die britische Königsfamilie bleibt bei politischen Fragen neutral. Es ist nur ein symbolischer Akt, dass die Regierungserklärung vom Monarchen als Staatsoberhaupt verlesen wird. Geplant sind demnach unter anderem Gesetze, um die Folgen steigender Lebenshaltungskosten abzufedern, die Klimakrise zu bewältigen und Großbritannien weiter vom Orbit der Europäischen Union zu entfernen.

Prinz Charles von Großbritannien und seine Frau Camilla, Herzogin von Cornwall, treffen im Palace of Westminster ein, bevor das Parlament im House of Lords, eröffnet wird. Bild: picture alliance/dpa/PA Wire | Aaron Chown

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/loc/news.de/dpa

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