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Jens Spahn: Rücktritt ist besiegelt – Leihmutter-Debatte kostet CDU-Politiker sein Amt

Jens Spahn tritt als Unionsfraktionschef zurück: Leihmutter-Debatte hat politische Folgen Bild: picture alliance/dpa | Bernd von Jutrczenka

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  • Jens Spahn erklärt seinen Rücktritt als Unionsfraktionschef
  • Leihmutter-Debatte bringt den CDU-Politiker politisch zu Fall
  • Spahn betont: "Meine Familie ist mir das Wichtigste"

Jens Spahn zieht die Konsequenzen aus der anhaltenden Debatte um seine Familiengründung. Der CDU-Politiker hat seinen Rücktritt als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion erklärt. In einem Schreiben an die Mitglieder der Fraktion begründet er seine Entscheidung mit dem öffentlichen Druck rund um die Leihmutterschaft, durch die er und sein Ehemann Eltern geworden sind.

Jens Spahn informiert Merz und Söder über seinen Rücktritt

Wie aus seinem Brief hervorgeht, setzte Spahn zunächst CDU-Chef und Bundeskanzler Friedrich Merz sowie CSU-Chef Markus Söder über seinen Schritt in Kenntnis. Anschließend wandte er sich an die Abgeordneten der Unionsfraktion.

Darin schreibt er:

"Ich habe die Parteivorsitzenden von CDU und CSU, Friedrich Merz und Markus Söder, darüber informiert, dass ich mit diesem Schreiben an unsere Fraktion von meinem Amt als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zurücktrete."

Zugleich bedankt sich Spahn bei beiden Parteivorsitzenden für das Vertrauen, das sie ihm entgegengebracht hätten.

Leihmutterschaft wird für Spahn zur politischen Belastung

Als Grund für seinen Rückzug nennt der CDU-Politiker die heftige öffentliche Diskussion über seine private Entscheidung, gemeinsam mit seinem Ehemann durch eine Leihmutter Vater geworden zu sein. Zwar betonte Spahn laut "Bild" in der Vergangenheit, kein deutsches Gesetz verletzt zu haben, dennoch habe ihn die Debatte zum Umdenken bewegt.

In seinem Schreiben erklärt er:

"Mir ist in den letzten Tagen bewusst geworden, dass mein persönliches Glück, gemeinsam mit meinem Mann eine Familie zu gründen und Vater zu werden, nicht vereinbar ist mit meinem politischen Amt."

Weiter führt er aus:

"Der Spagat zwischen meiner privaten Entscheidung zu einem Kind durch Leihmutterschaft und der nachvollziehbaren Erwartung an mich als Vorsitzenden unserer Fraktion ist größer geworden, als ich es erwartet hatte."

Jens Spahn: "Meine Familie ist mir das Wichtigste"

Trotz seines Rückzugs macht Spahn deutlich, dass er seine Entscheidung zur Familiengründung nicht bereut. Im Gegenteil: Seine Prioritäten hätten sich in den vergangenen Tagen noch einmal klar herauskristallisiert.

Zum Abschluss seines Briefes betont er:

"Eines ist mir in den letzten Tagen immer klarer geworden: Meine Familie ist mir das Wichtigste."

Außerdem mahnt der CDU-Politiker zu einem respektvolleren Umgang in politischen Debatten. Die zunehmende Härte der öffentlichen Auseinandersetzungen habe ihn nachdenklich gemacht. Gerade christdemokratische Parteien sollten trotz unterschiedlicher Positionen einen menschlichen Umgangston bewahren.

Dank an Weggefährten und Koalitionspartner

Spahn blickt in seinem Schreiben auch auf seine Zeit als Fraktionschef zurück. Er bezeichnet das Amt als große Ehre und bedankt sich ausdrücklich bei seinem Stellvertreter Alexander Hoffmann sowie dem gesamten Fraktionsvorstand für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Auch SPD-Fraktionschef Matthias Miersch hebt Spahn hervor. Dessen Zusammenarbeit sei, wie er schreibt, ein wichtiger "Stabilitätsanker für die Koalition" gewesen.

Mit dem Rücktritt endet eine politisch turbulente Woche für den CDU-Politiker. Wer seine Nachfolge an der Spitze der Unionsfraktion antreten wird, ist bislang noch offen.

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