Donald Trump: US-Präsident bezeichnet Deutschland als "lächerlich" - das steckt dahinter
Kurz vor dem Nato-Gipfeltreffen in Ankara äußert US-Präsident seinen Unmut über Deutschlands Beteiligung am Nato-Bündnis. Bild: dpa/Kay Nietfeld
Von news.de-Redakteurin Ines Fedder
03.07.2026 08.24
- Donald Trump nennt Deutschlands Nato-Beitrag "lächerlich"
- Trump: Stimmungsmache kurz vor Nato-Gipfeltreffen in Ankara
- Ist Deutschlands Nato-Beitrag wirklich so gering?
- Fehlende Unterstützung auch im Iran-Krieg beklagt
- USA droht abermals mit Nato-Austritt - wie ernst ist es Donald Trump wirklich?
US-Präsident Donald Trump hat sich über sein selbsterwähltes Sprachrohr, das eigene Social-Media-Portal Truth Social, Raum verschafft für seine Gedanken. Auf der Kurznachrichtenplattform, die ursprünglich als Gegenstück zu X, ehemals Twitter, geschaffen wurde, veröffentlicht das amerikanische Staatsoberhaupt regelmäßig seine Meinung. In den vergangenen Wochen konnte man sich hier Anschuldigungen über den Vandalismus-Eklat des Reflecting Pools in Washington durchlesen, Hohn und Spott über Joe Bidenanhören oder aber auch schlichtweg nur Selbstbeweihräucherung über ihn selbst lesen.
Nun hat sich der US-Präsident abermals bei Truth Social auf herbe Weise geäußert. Kurz vor dem anstehenden Nato-Gipfel am 7. und 8. Juli in der Türkei in Ankara verschärft Donald Trump das Klima unter den Verbündeten.
Kurz vor Nato-Gipfel - Donald Trump nennt Deutschland "lächerlich"
Dabei macht der US-Präsident auf ein altbekanntes Thema aufmerksam, welches schon in der Vergangenheit dazu geführt hat, dass die USA zeitweilen sogar mit dem Austritt aus der Nato drohten. Bei Truth Social schreibt Trump: "Die Vereinigten Staaten geben mit Abstand mehr Geld für die NATO aus als jedes andere Land, um sie zu schützen, ohne davon zu profitieren: USA 999 Milliarden Dollar, Vereinigtes Königreich 90,5 Milliarden Dollar, Frankreich 66,5 Milliarden Dollar, Italien 48,8 Milliarden Dollar, Polen 44,3 Milliarden Dollar. Andere Länder, darunter Deutschland, geben deutlich weniger aus. (2014–2025). Lächerlich!"
US-Präsident beklagt abermals fehlende Ausgaben der Nato-Bündnispartner
Um es noch einmal ganz deutlich zu machen, legt der US-Präsident zur Veranschaulichung noch einmal mit einer Grafik nach:
Die Grafik zeigt die mutmaßlichen Ausgaben der Nato-Verbündeten. Das Balkendiagramm macht mehr als deutlich, dass die USA die höchsten Nato-Ausgaben haben, gefolgt von England, Frankreich, Italien und Polen. Im Vergleich wirken deren Beiträge jedoch verschwindend gering. Deutschland ist nicht einmal aufgeführt.
Mangelnde Unterstützung der Nato für die USA?
Dazu schreibt das amerikanische Staatsoberhaupt: "Es ist absurd, dass die USA diesen einseitigen Weg weitergehen, wo die Beziehung doch nicht auf Gegenseitigkeit beruht." Zudem betonte Trump noch einmal den bereits bekannten Vorwurf, dass die Nato-Verbündeten nicht für die USA da gewesen wären.
Interessant: Laut dem Nato-Jahresbericht aus dem Jahr 2025 lag Deutschland bei den Verteidigungsausgaben noch an Position zwei, berichtet der "Spiegel".
Wie ernst ist es Donald Trump mit dem Nato-Austritt?
Bereits vor Monaten äußerte sich Donald Trump enttäuscht über das Nato-Bündnis. Man wolle den Wert des Bündnisses sogar neu prüfen, erklärte Außenminister Rubio noch im April dieses Jahres. Grund dafür war die von Trump beklagte fehlende Unterstützung im Zuge des Iran-Kriegs.
Weitere Themen, die sich ebenfalls mit Donald Trump beschäftigen:
- Zahlen belegen - so reich ist der US-Präsident allein durch Krypto
- US-Präsident zur Fußball-WM abgetaucht - darum ist er verschwunden
- Nicht nur Meloni - auch sie wenden sich vom Trump-Kurs ab