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Wladimir Putin und die Krim: Berichte über Massenevakuierung - Experte warnt Putin vor Schwierigkeiten

Die Krim wird für Wladimir Putin und sein Militär zur Zerreißprobe. Bild: picture alliance/dpa/APA Images via ZUMA Press Wire | President Of Russia

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  • Berichte: Halbinsel Krim soll evakuiert werden
  • Militärexperte schätzt den Plan als schwieriges Unterfangen ein
  • Ex-General mutmaßt, dass die Kertsch-Brücke fallen könnte, und nennt Plan zur Rückeroberung der annektierten Halbinsel

Die von Russland besetzte Krim ist zum Schauplatz im Ukraine-Krieg geworden. Auf der Halbinsel herrscht derzeit Ausnahmezustand: Söldner sollen im Auftrag von Gouverneur Sergej Aksjonow sämtliche Treibstofflager sowie mehrere Logistikunternehmen unter ihre Kontrolle gebracht haben. Das berichtet der russische Telegram-Kanal "VChK-OGPU".

Plan zur Evakuierung der Krim

Der angebliche Plan sieht vor, staatliche Institutionen, verschiedene Einrichtungen sowie einen Teil der Bevölkerung von der Halbinsel zu bringen. Insgesamt könnten demnach bis zu 250.000 Personen betroffen sein. Die anonymen Blogger von "VChK-OGPU" berufen sich dabei auf eigene Quellen innerhalb russischer Behörden.

Dieser Plan wirft Fragen auf. Inwieweit es tatsächlich zur Umsetzung kommt, bleibt jedoch völlig offen. Ebenso ungeklärt ist die Frage, wo eine derart große Anzahl von Menschen untergebracht werden könnte. Der Telegram-Kanal ist dafür bekannt, interne Informationen russischer Behörden zu veröffentlichen, und wird von Moskau als "ausländischer Agent" geführt.

Militärexperte sieht Evakuierung schwierig

Der ukrainische Militäranalyst Oleksandr Kovalenko hält eine Evakuierung für "durchaus wahrscheinlich". Gegenüber der "Krone" erklärte er, Moskau fürchte die Zerstörung der Krim-Brücke. Sollte diese Route wegfallen, wäre eine Räumung der Halbinsel "äußerst schwierig".

Die strategische Lage sei bereits jetzt prekär. "Das Asowsche Meer ist blockiert, und auch im Schwarzen Meer gibt es erhebliche Einschränkungen", so Kovalenko. Ukrainische Drohnen seien permanent über der Krim im Einsatz. Auch die Landverbindungen über Tschonhar und Armjansk seien gefährdet. "Tatsächlich bleibt nur noch die Kertsch-Brücke übrig", betont der Analyst. Die Kertsch-Brücke sei bereits beschädigt und an mehreren Stellen durchlöchert. Ihre endgültige Zerstörung habe neben dem militärischen auch einen enormen psychologischen Effekt. "Dieser Brücke wird früher oder später fallen", prognostizierte der ehemalige Befehlshaber der US-Armee in Europa, Ben Hodges, im Interview mit "Ukrininform".

Ex-General - wer Krim kontrolliert, "gewinnt den Krieg"

Der frühere General sieht die Krim als Gradmesser für den Ausgang des Ukraine-Kriegs. "Die Seite, die die Krim kontrolliert, gewinnt den Krieg", erklärte er gegenüber "Ukrinform". Die Konsequenzen einer fortgesetzten russischen Kontrolle wären weitreichend. Die Ukraine könnte weder Zugang zum Asowschen Meer erlangen noch Städte wie Mariupol oder Berdjansk wiederaufbauen. Auch die Schifffahrt von Odessa und Mykolajiw bliebe gefährdet. "Die Krim-Frage muss gelöst werden", betonte der General unmissverständlich. Dabei skizziert er auch einen klaren Fahrplan zur Befreiung der Halbinsel. Der erste Schritt bestehe darin, die Krim vollständig zu isolieren. Konkret bedeute dies, die Landverbindung nach Dschankoi zu unterbrechen und die Kertsch-Brücke zu zerstören. "Solange diese Brücke steht, selbst nach einem Friedensschluss, wird sie für die Ukraine ein Hindernis für den Zugang zum Asowschen Meer darstellen", erklärt Hodges.

In der zweiten Phase müsse die Halbinsel für die russischen Streitkräfte unbenutzbar gemacht werden. Die Ukraine verfüge mittlerweile über die Fähigkeit, jeden Quadratmeter der Krim zu treffen. "Es ist kein Geheimnis, wo sich die Russen befinden, wo die Flugplätze sind, wo die Reste der Flotte liegen", so Hodges. Durch kontinuierliche Angriffe sollten die Besatzer erkennen, dass ein Verbleib unmöglich sei.

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/loc/news.de/stg

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