Donald Trump: Scharfe Abrechnung – Ex-Berater warnt vor "Realitätsverweigerung" beim US-Präsidenten
Donald Trump: Nach Iran-Deal eskaliert Kritik – Ex-Vertrauter stellt US-Präsidenten bloß Bild: picture alliance/dpa | Ansgar Haase
Erstellt von Mia Lada-Klein
18.06.2026 19.05
- Anthony Scaramucci rechnet nach dem Iran-Abkommen mit Donald Trump ab
- Der frühere MAGA-Insider erwartet eine "fünfstufige Verleugnungsphase"
- Das milliardenschwere Abkommen bezeichnet er als "völliges Fiasko"
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Ein früherer Weggefährte von Donald Trump geht mit dem US-Präsidenten hart ins Gericht. Anthony Scaramucci, der einst als Kommunikationsdirektor im Weißen Haus tätig war, sieht Trump nach den jüngsten Entwicklungen rund um das Iran-Abkommen vor einer schwierigen Phase. In einem Podcast zeichnete der ehemalige MAGA-Insider ein düsteres Bild und sprach von einem möglichen Rückzug des Präsidenten in eine Art Realitätsverweigerung.
Anthony Scaramucci rechnet mit Donald Trump ab
Anthony Scaramucci gehörte einst zum inneren Kreis des Republikaners. Heute zählt er jedoch zu dessen schärfsten Kritikern. Im Podcast "The Daily Beast" äußerte sich der ehemalige Kommunikationschef des Weißen Hauses zu den Folgen des jüngst bekannt gewordenen Iran-Abkommens. Dabei erklärte Scaramucci, er rechne damit, dass Trump auf die Kritik und die politischen Konsequenzen mit einer Art "fünfstufiger Verleugnungsphase" reagieren werde.
Anthony Scaramucci: "Er wird Dinge behaupten, die nicht stimmen"
Nach Ansicht des früheren Trump-Beraters könnte der Präsident versuchen, die Situation mit Aussagen zu überdecken, die nicht den Tatsachen entsprächen. Scaramucci zeigte sich überzeugt, dass Trump versuchen werde, die Entwicklung anders darzustellen, als sie tatsächlich sei. Gleichzeitig betonte er, dass diese Art des Umgangs mit Kritik für Trump nichts Neues sei. Die Fähigkeit, unangenehme Realitäten auszublenden, habe den Republikaner während seiner gesamten öffentlichen Karriere begleitet und zu seinem politischen Aufstieg beigetragen.
Ex-MAGA-Insider spricht von "völligem Fiasko"
Besonders kritisch äußerte sich Scaramucci laut "Raw Story" über das Iran-Abkommen selbst. Nach Medienberichten umfasst die Vereinbarung unter anderem einen milliardenschweren Fonds im Umfang von rund 300 Milliarden US-Dollar. Für den ehemaligen Trump-Vertrauten stellt die Vereinbarung jedoch einen politischen Fehlschlag dar. Er bezeichnete das Abkommen als "völliges Fiasko" und sprach von einer schweren Belastung für den Präsidenten.
Erkennt Donald Trump die Tragweite selbst?
Trotz seiner scharfen Kritik glaubt Scaramucci, dass Donald Trump die Situation durchaus einschätzen könne. In ruhigen Momenten sei dem Präsidenten möglicherweise bewusst, dass die jüngsten Entwicklungen problematisch seien. Öffentlich dürfte Trump diese Sichtweise nach Einschätzung seines früheren Beraters jedoch kaum vertreten. Stattdessen erwartet Scaramucci, dass der Republikaner versuchen wird, den politischen Schaden mit seiner bekannten Strategie zu begrenzen.
Vom Vertrauten zum Kritiker
Anthony Scaramucci war 2017 für kurze Zeit Kommunikationsdirektor im Weißen Haus und galt damals als enger Unterstützer Trumps. In den vergangenen Jahren hat sich der ehemalige MAGA-Insider jedoch zunehmend von dem Republikaner distanziert. Mit seinen jüngsten Aussagen liefert er erneut scharfe Kritik an seinem einstigen politischen Verbündeten und stellt die Frage in den Raum, wie Donald Trump mit Rückschlägen und wachsendem Druck umgeht.
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