Politik

Donald Trump: "Ohne mich gäbe es kein Israel" – US-Präsident irritiert mit gewagter Behauptung

Donald Trump: "Ohne mich gäbe es kein Israel" – Präsident stellt sich mit brisanter Aussage ins Rampenlicht Bild: picture alliance/dpa/Pool Reuters/AP | Christian Hartmann

  • Artikel teilen:
  • Trump sorgt beim G7-Gipfel mit der Aussage für Aufsehen, ohne ihn hätte es Israel nie gegeben
  • Trump kritisiert israelische Angriffe im Libanon und mahnt mehr Schutz für Zivilisten an
  • Gleichzeitig verschärfen sich Spannungen rund um den Iran-Deal zwischen den Konfliktparteien

Mehr News zu US-Präsident Donald Trump finden Sie am Ende des Artikels.

Beim G7-Treffen sorgt Donald Trump mit drastischen Aussagen über Israel und die Rolle der USA für Aufsehen. Der US-Präsident stellt dabei nicht nur historische Abhängigkeiten in den Raum, sondern kritisiert zugleich die aktuelle Kriegsführung Israels im Libanon. Hinter den Kulissen wächst zudem die Spannung zwischen Washington und Jerusalem im Zuge eines umstrittenen Iran-Abkommens.

Donald Trump: "Ohne mich gäbe es kein Israel"

Laut "Newsweek" nutzte Trump seinen Auftritt im französischen Évian-les-Bains für eine deutliche Botschaft in Richtung Verbündeter Israel. Er stellte seine eigene politische Rolle dabei besonders heraus und sagte:

"Ohne die Vereinigten Staaten gäbe es kein Israel. Ohne mich gäbe es kein Israel, denn kein anderer Präsident war bereit, das zu tun, was ich getan habe."

Nach seiner Darstellung wäre die Sicherheitslage Israels ohne sein Eingreifen deutlich schlechter gewesen. In diesem Zusammenhang legte er nach:

"Israel wäre schon längst in die Luft gesprengt worden, wenn ich mich nicht eingemischt hätte."

Donald Trumps Kritik an Angriffen im Libanon

Trotz grundsätzlich positiver Worte über das Verhältnis zu Benjamin Netanjahu äußerte Trump deutliche Kritik an israelischen Militäraktionen im Libanon. Besonders die hohe Zahl ziviler Opfer sei nicht akzeptabel.

"Ich habe diesen Angriff gesehen, ich habe gesehen, wo die Bombe einschlug. Das war brutal", sagte Trump.

Zudem mahnte er eine veränderte Strategie an und richtete eine direkte Warnung an die israelische Führung: Sie solle im Umgang mit dem Libanon "verantwortungsvoller" handeln.

Libanon bleibt Konfliktzentrum im Iran-Deal

Der Libanon entwickelt sich zunehmend zu einem zentralen Streitpunkt im Hintergrund der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Während Teheran auf ein Ende israelischer Militärpräsenz drängt, hält Israel an seiner Position fest. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi machte klar, dass ein Abkommen aus seiner Sicht nur Bestand haben könne, wenn sich die Lage ändere. Sollte Israel im Südlibanon bleiben, gelte das Abkommen als verletzt und "der Krieg noch nicht vollständig beendet".

Auch innerhalb Israels bleibt die Linie hart. Verteidigungsminister Israel Katz betonte, die Truppen würden wegen der Bedrohung durch die Hisbollah weiterhin im Libanon stationiert bleiben. Regierungschef Netanjahu kündigte ebenfalls an, man werde so lange bleiben, wie es die Sicherheitslage erfordere.

Wachsende Spannungen und politische Kritik

Während die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran Fortschritte machen, wächst in Israel die Sorge vor möglichen Zugeständnissen. Kritiker warnen davor, dass das Abkommen strategische Vorteile für den Iran schaffen könnte. Brigadegeneral Yossi Kuperwasser äußerte sich gegenüber "Newsweek" deutlich skeptisch und sprach von einem riskanten Kurs der US-Regierung, der dem iranischen Einfluss in der Region indirekt zugutekommen könnte. Die kommenden Tage dürften entscheidend sein, da eine formelle Unterzeichnung der Vereinbarung bereits in dieser Woche erwartet wird.

Mehr News zu US-Präsident Donald Trump finden Sie hier:

/news.de

Themen

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.