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DWD warnt vor Unwettern: Hier drohen Graupel-Gewitter, Dauerregen und sogar Schnee

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Gewittern, Dauerregen und sogar Schnee. Bild: AdobeStock / Pathompong Thongsan

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  • DWD warnt in rund 130 Regionen vor Graupel-Gewittern und Sturmböen
  • Polarluft lässt die Temperaturen nachts auf bis zu 4 Grad fallen
  • n den Alpen fällt Schnee, am Alpenrand drohen Überflutungen

Mitten im Juni kassiert Deutschland einen markanten Kälterückschlag. Die sogenannte Schafskälte sorgt für Graupel-Gewitter, die am Donnerstag (11.06.2026) weite Teile des Landes überziehen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat amtliche Warnungen für rund 130 Landkreise und kreisfreie Städte herausgegeben.

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Verantwortlich für das unbeständige Wetter ist subpolare Meeresluft, die mit einer westlichen Strömung nach Deutschland gelangt. Neben Schauern können im Tagesverlauf nahezu überall Gewitter mit Graupel niedergehen. Auch stürmische Böen mit Windgeschwindigkeiten bis zu 74 Kilometern pro Stunde sind nicht ausgeschlossen. Lediglich der Südwesten und der äußerste Westen bleiben von den Unwettern verschont. Der Wetterdienst empfiehlt, Aufenthalte im Freien zu meiden und Schutz zu suchen.

Höhentrog lenkt Polarluft nach Deutschland

Auslöser für den ungewöhnlichen Temperatursturz ist ein weit nach Süden reichender Höhentrog. Dieser lenkt über eine kräftige Tiefdruckströmung kalte Meeresluft direkt aus den Polarregionen über die Nordsee ins Land. "Auch die Nächte fallen derzeit ungewöhnlich kühl aus. Zum Donnerstag gehen die Temperaturen auf nur noch 4 bis 9 Grad zurück", erläutert Klimatologe Dr. Karsten Brandt gegenüber "Bild".

In den Hochlagen der Alpen fällt sogar Schnee. Die Schneefallgrenze sinkt auf unter 2.000 Meter, wodurch die Gipfel noch einmal winterlich weiß werden. Selbst auf dem Feldberg im Schwarzwald können sich nasse Schneeflocken unter den Regen mischen – ein ungewöhnlicher Anblick für Mitte Juni. Die Höchstwerte erreichen tagsüber nur 15 bis 20 Grad.

Überflutungsgefahr am Alpenrand

Besonders kritisch wird die Lage in den kommenden Tagen im bayerischen Alpenraum. Der DWD rechnet dort mit länger anhaltenden Regenfällen, die bis Samstagmorgen andauern können. Vor allem vom Karwendel ostwärts bis ins Berchtesgadener Land droht Dauerregen mit Niederschlagsmengen zwischen 30 und 50 Litern pro Quadratmeter innerhalb von 18 bis 24 Stunden. Diese erheblichen Wassermengen bergen ein konkretes Risiko für die Region. Straßen und Unterführungen könnten überflutet werden. Bereits am Donnerstag fallen im Werdenfelser Land und im Berchtesgadener Land teils stundenlang Niederschläge. Laut DWD können dort insgesamt 40 bis 60 Liter pro Quadratmeter zusammenkommen. Anwohner und Reisende sollten sich auf entsprechende Behinderungen einstellen.

Sturmböen auf Gipfeln und an der Küste

Neben dem Dauerregen drohen weitere Wettergefahren. Am Freitag rechnet der DWD in exponierten Kamm- und Gipfellagen der Mittelgebirge sowie der Alpen mit stürmischen Böen der Windstärke 8 aus westlicher Richtung. Auf einzelnen Gipfeln sind sogar Sturmböen der Stärke 9 nicht ausgeschlossen.

An der Nordseeküste frischt der Wind ebenfalls auf. Vor allem ab dem Nachmittag und Abend treten dort bei auflandigem Wind vermehrt steife Böen der Windstärke 7 auf. Am Samstag verlagert sich die Gewittergefahr dann in den Norden und Osten Deutschlands. Dort sind laut Wochenvorhersage des DWD einzelne Gewitter mit Graupel und stürmischen Böen möglich, wenngleich die Wahrscheinlichkeit als gering eingestuft wird.

Wetterbesserung pünktlich zum WM-Auftakt der DFB-Elf

Ab dem Wochenende deutet sich eine Entspannung der Wetterlage an. Besonders im Süden und Südwesten werden die sonnigen Phasen länger, während im Norden und Osten das Schauerrisiko zunächst erhöht bleibt. Die Temperaturen klettern wieder auf angenehmere 20 bis 25 Grad. Am Samstag zeigt sich südlich des Mains bereits heiteres und überwiegend trockenes Wetter. Im Oberrheingraben können die Werte sogar auf bis zu 28 Grad steigen. Damit kommt die Wetterbesserung rechtzeitig vor dem WM-Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft. Die Schafskälte macht ihrem Namen in diesem Jahr alle Ehre und beschert Deutschland kurz vor dem kalendarischen Sommerbeginn noch einmal einen Hauch von Winter. Ab der kommenden Woche setzt sich dann zunehmend freundlicheres Sommerwetter durch.

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/gom/news.de/stg

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