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Baltops: Nato startet Großmanöver – so soll Putin gestoppt werden

Die Bundeswehr beteiligt sich am Nato-Manöver baltops. Bild: Hauke-Christian Dittrich/dpa/dpa

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  • Nato-Großmanöver Baltops mit rund 6.000 Soldaten und mehr als 30 Schiffen gestartet
  • Ziel der Übung ist die Sicherung der Ostsee und die Abschreckung Russlands
  • Auch die Bundeswehr beteiligt sich mit Fregatte, Korvetten, U-Boot und Aufklärungsflugzeug

Die Nato hat ihr diesjähriges Großmanöver Baltops offiziell begonnen. Von der polnischen Hafenstadt Gdynia aus startete am Donnerstag eine der wichtigsten Marineübungen des westlichen Verteidigungsbündnisses. An dem zweiwöchigen Einsatz beteiligen sich rund 6.000 Soldatinnen und Soldaten aus 15 Nationen. Mehr als 30 Schiffe und Boote sind auf der Ostsee unterwegs. Die mittlerweile 55. Auflage der traditionsreichen Übung steht unter Führung der US Navy. Zum Abschluss werden die beteiligten Einheiten pünktlich zum Beginn der Kieler Woche am 20. Juni im schleswig-holsteinischen Kiel erwartet. Im Zentrum der Übung stehen die Sicherung freier Schifffahrtswege und die militärische Abschreckung gegenüber Russland.

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Bundeswehr mit starkem Aufgebot bei Nato-Manöver

Die Nato will mit ihrer Präsenz deutlich machen, dass sie in der strategisch wichtigen Ostseeregion handlungsfähig bleibt. Angesichts der angespannten Sicherheitslage seit dem russischen Angriff auf die Ukraine kommt dem Manöver besondere Bedeutung zu.

Auch Deutschland beteiligt sich mit mehreren Marineeinheiten an Baltops. Die Deutsche Marine entsendet die Fregatte "Sachsen-Anhalt" sowie die Korvetten "Braunschweig" und "Erfurt". Hinzu kommen das U-Boot "U 34" und ein Seefernaufklärer. Konteradmiral Stephan Haisch betonte die Bedeutung des Manövers für die Bündnisverteidigung. "Dabei werden Schiffe, Boote und Marineflieger sowie unbemannte Systeme im Einsatz sein." Die beteiligten Einheiten sollen die Präsenz und Einsatzbereitschaft des Bündnisses in der Region sichtbar unterstreichen.

Ostsee wird immer wichtiger für die Nato

Seit dem russischen Überfall auf die Ukraine im Jahr 2022 hat die Ostsee für die Nato erheblich an Bedeutung gewonnen. Immer wieder kommt es in der Region zu Zwischenfällen und sicherheitspolitischen Spannungen. Erst kürzlich sorgte das Auftauchen des russischen Kriegsschiffs "Sweromosk" vor der Küste Lübecks für Aufmerksamkeit. Zudem wurden wiederholt Störungen von GPS-Systemen gemeldet. Auch Drohnenüberflüge über dänischem Staatsgebiet werden Moskau zugeschrieben. Besonders bemerkenswert: Von den neun Anrainerstaaten der Ostsee gehört inzwischen nur noch Russland nicht dem Nato-Bündnis an.

Traditionsmanöver mit Wurzeln im Kalten Krieg

Baltops blickt auf eine lange Geschichte zurück. Bereits 1971, auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges, führte die Nato die Übung durch. Damals näherte sich der amerikanische Flugzeugträger "Intrepid" gemeinsam mit mehreren Zerstörern bis auf rund 37 Kilometer der sowjetischen Küste. Die Sowjetunion reagierte mit einer intensiven Überwachung des Verbandes durch Aufklärungsflugzeuge.

Das strategische Ziel ist bis heute nahezu unverändert geblieben: Nato-Streitkräfte sollen jederzeit ungehindert Zugang zur Ostsee erhalten. Gleichzeitig soll verhindert werden, dass gegnerische Kriegsschiffe unkontrolliert in die Nordsee und weiter in den Atlantik gelangen.

Mit Baltops demonstriert die Nato erneut ihre militärische Präsenz in einer Region, die seit Beginn des Ukraine-Krieges zu den sensibelsten Schauplätzen Europas zählt. Die Übung ist damit weit mehr als ein Routineeinsatz – sie ist zugleich ein sichtbares Signal an Russland, dass das Bündnis seine Ostflanke weiter stärkt und die Sicherheit der Ostsee als strategische Schlüsselaufgabe betrachtet.

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/gom/news.de/dpa/stg

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