Politik

Donald Trump: US-Präsident steckt in der Klemme - Trump-Show funktioniert nicht mehr

Trumps öffentliche Auftritte gleichen einer Show - die laut Trump-Experten Kurt Andersen nicht mehr funktioniert. Bild: dpa/FR172324 AP/Ryan Murphy

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  • Donald Trump ein "inkompetenter" Autokrat?
  • Trump-Beobachter Kurt Andersen vom "Spy"-Magazin äußert starke Kritik am US-Präsidenten
  • Warum er einst als "unterhaltsam" galt und nun jedoch an Ansehen verliert
  • Das Prinzip von "Brot und Spiele"

US-Präsident Donald Trump steht in der Kritik - nicht nur, wegen seiner umstrittenen Außenpolitik, sondern auch, weil die Bevölkerung nach Monaten der Trump-Regierung nun hinter die Kulissen seiner "Brot-und-Spiele"-Show gucken kann. Das behauptet zumindest Kurt Andersen, Mitbegründer des Satire-Magazins "Spy". Der Journalist gilt als profunder Trump-Beobachter, der sich bereits seit den 1980er-Jahren mit dem Geschäftsmann und späteren Politiker Trump beschäftigte. Seine Analyse hat Gewicht - und Donald Trump kommt dabei leider gar nicht gut weg.

Trump-Beobachter Kurt Anderson hält Donald Trump für "inkompetent"

Im Podcast des "Daily Beast" spricht Kurt Andersen über das aktuelle "Standing", dass der US-Präsident in der amerikanischen Bevölkerung hat. Selbst MAGA-Anhänger:innen wenden sich immer mehr vom US-Präsidenten ab - aber warum ist das eigentlich so? Laut Anderson habe sich in jüngster Zeit einfach herausgestellt, dass Donald Trump ein "inkompetenter" Anführer sei.

Erst war er unterhaltsam, dann wendete sich das Blatt

Was er damit meint? Im Gespräch mit "Daily-Beast"-Chefredakteurin Johanna Coles, konkretisiert der Trump-Analyst seine Behauptung. Demnach habe Donald Trump zu Beginn seiner politischen Karriere den Amerikanern noch eine "unterhaltsame Alternative" zum ansonsten so tristen Politik-Alltag geboten. Doch mit steigenden Lebenshaltungskosten und immer drastisch sinkenderen Haushaltsbudgets sowie durch seine fragwürdigen außenpolitischen Entscheidungen, beispielsweise dem Iran-Krieg, habe man gemerkt, dass Trump eigentlich als Führungskraft nicht fähig ist.

Feierliche US-Veranstaltung ein Politikum

"Dass er selbst bei so unbedeutenden Dingen wie der Great American State Fair scheitert, bestärkt die – meiner Meinung nach immer mehr Menschen vertretene – berechtigte Ansicht, dass er ziemlich inkompetent ist", sagt Anderson. Zum Hintergrund: Die "Great American State Fair" ist eine Veranstaltung - eine Art moderne Weltausstellung - bei der die Besonderheiten aller US-Bundesstaaten hervorgehoben werden. In jüngster Zeit sagten jedoch zahlreiche Künster:innen das Event ab, da das Großereignis zunehmend politisch geprägt sein soll.

Trump ein "Autokrat", der das Prinzip "Brot und Spiele" verspielt hat

Andersons Vorwurf: Trump sei ein "Autokrat", der nicht einmal dafür sorgen kann, dass "die Züge pünktlich" fahren. Es gäbe da eine Weisheit politischer Staatsoberhäupter. Demnach müssen diese "Brot und Spiele" bieten, um an der Macht zu bleiben. Die Weisheit aus dem antiken Rom greift bei US-Präsident Donald Trump nun jedoch nicht mehr. "Wie man so schön sagt: Brot und Spiele. Das ist ja seit Jahrtausenden in Ordnung, solange man das Brot hat", so Andersen. Sein ehrliches Fazit: "Nur der Zirkus, riesige Ballsäle für Reiche, gigantische Steuervorteile für Reiche und gigantische Krypto-Betrügereien für Reiche, während ich mir nicht mal Fleisch im Supermarkt leisten kann – das kommt nicht so gut an."

250. Geburtstag der USA wird zur Trump-Show

Donald Trump indes inszeniert sich in der Öffentlichkeit weiterhin als großen Staatsmann, der vom amerikanischen Volk geliebt wird. Bei der geplanten "Great American State Fair" wird Trump sogar selbst auf der Bühne stehen. Präsident Trump werde die historischen Feierlichkeiten zum 250. Geburtstag der USA "am Mittwoch, den 24. Juni" in einer Zeremonie persönlich eröffnen, teilte eine Sprecherin von Trumps Veranstaltungsinitiative Freedom250 verschiedenen US-Medien am Wochenende mit.

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/dpa/mlk/news.de

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