Wolodymyr Selenskyj: Putins Truppen verlieren Kontrolle - Ukraine erobert wichtige Gebiete zurück
Ukraine meldet Geländegewinne: Russische Kommunikation offenbar massiv gestört Bild: picture alliance/dpa/AP | Vadim Ghirda
Erstellt von Mia Lada-Klein
22.05.2026 09.59
- Ukraine soll rund 400 Quadratkilometer Gebiet zurückgewonnen haben
- Russische Kommunikationssysteme brachen laut Geheimdiensten teilweise zusammen
- Auch Drohnenangriffe und Telegram-Ausfälle belasteten Moskaus Truppen massiv
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Die Ukraine konnte laut neuen Geheimdienstinformationen offenbar wichtige Gebiete von russischen Truppen zurückerobern. Ausschlaggebend soll dabei unter anderem die Abschaltung illegal genutzter Starlink-Terminals gewesen sein.
Russische Streitkräfte verlieren offenbar wichtige Verbindungssysteme
Nach Einschätzung amerikanischer Geheimdienste gerieten russische Einheiten Anfang des Jahres massiv unter Druck, nachdem tausende Satellitenterminals plötzlich nicht mehr funktionierten. Die Geräte sollen zuvor über Schmuggelwege an die Front gelangt sein und dort für Kommunikation sowie Drohnensteuerung genutzt worden sein. Demnach koordinierte Russland über die Technik Truppenbewegungen, Artillerieangriffe und Aufklärungsmissionen. Mit der Abschaltung brach dieses System laut "Kyiv Post" in mehreren Frontabschnitten weitgehend zusammen.
Ukraine soll rund 400 Quadratkilometer zurückgewonnen haben
US-Geheimdienstanalysen zufolge konnte die Ukraine infolge der Kommunikationsprobleme etwa 400 Quadratkilometer besetztes Gebiet zurückerobern. Besonders an der Südfront sollen russische Einheiten Schwierigkeiten gehabt haben, Angriffe und Rückzüge zu koordinieren. Der Bericht beschreibt erhebliche Probleme bei der russischen Einsatzführung. Teilweise sei es zu Chaos und Verwirrung innerhalb einzelner Verbände gekommen.
Neues Kontrollsystem machte Terminals unbrauchbar
Der Wendepunkt kam offenbar durch eine technische Änderung bei Starlink. Ukrainische Spezialisten sollen gemeinsam mit SpaceX ein neues geografisches Freigabesystem eingeführt haben. Dadurch konnten nur noch autorisierte Geräte innerhalb bestimmter Gebiete genutzt werden. Nicht registrierte Terminals wurden automatisch deaktiviert. Für russische Soldaten hatte das offenbar schwerwiegende Folgen. Ein ukrainischer Soldat erklärte laut Bericht: "Ohne Starlink wurden sie praktisch auf Kommunikationstechnologie aus der Zeit des Kalten Krieges zurückgeworfen."
Auch Telegram-Ausfälle verschärften die Probleme
Besonders problematisch für russische Einheiten: Zeitgleich wurde offenbar auch die Nutzung von Telegram innerhalb der Truppen eingeschränkt. Viele Soldaten hatten die App zuvor als Ersatz für veraltete Militärfunkgeräte verwendet. Die Kombination aus Starlink-Ausfällen und eingeschränkter Kommunikation soll laut US-Geheimdiensten einen massiven Kontrollverlust an der Front ausgelöst haben.
Wolodymyr Selenskyj verweist auf Drohnenstrategie
Die ukrainische Regierung betont allerdings, dass die Geländegewinne nicht allein auf die Starlink-Abschaltung zurückzuführen seien. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die Offensive sei bereits zuvor vorbereitet worden. Digitalminister Mychajlo Fedorow verwies zusätzlich auf den verstärkten Einsatz moderner Angriffsdrohnen. Diese hätten gemeinsam mit der Störung russischer Kommunikationswege entscheidend zur aktuellen Entwicklung beigetragen.
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