Wladimir Putin: Ukraine-Hammer in Cherson - hier fliegt Putins Geheimdienst-Basis in die Luft
Nächster Schlag gegen Putin: Selenskyj meldet Angriff auf ein FSB-Hauptquartier in der Region Cherson. Bild: picture alliance/dpa/Pool Reuters | Maxim Shemetov
Von news.de-Redakteurin Sarah Baumann-Rüster
22.05.2026 10.45
- Ukraine nimmt Putins Geheimdienst ins Visier
- Selenskyjmeldet Angriff auf FSB-Hauptquartier im besetzten Teil der Region Cherson
- Ukraine-Präsident spricht von rund 100 getöteten oder verwundeten russischen Soldaten
- Zusätzlich soll ein russisches Luftabwehrsystem vom Typ Pantsir-S1 zerstört worden sein
Nächster Schlag gegen Wladimir Putin: Die Ukraine hat nach eigenen Angaben einen bedeutenden Schlag gegen den russischen Inlandsgeheimdienst FSB geführt. Präsident Wolodymyr Selenskyj verkündete am Donnerstag auf der Plattform X, dass Spezialkräfte ein FSB-Hauptquartier im besetzten Teil der Region Cherson getroffen haben.
Nächster Rückschlag für Wladimir Putin: Ukraine trifft russische Geheimdienst-Zentrale
"Es gibt gute Ergebnisse von den Kämpfern des SSU-Spezialoperationszentrums 'A'", schrieb der ukrainische Staatschef in seinem X-Post. Neben dem Geheimdienstgebäude wurde demnach auch ein Flugabwehrsystem vom Typ Pantsir-S1 auf vorübergehend besetztem ukrainischem Territorium zerstört.
Spezialeinheit des ukrainischen Geheimdienstes führte Operation durch
Für den Angriff war das Spezialoperationszentrum "A" des ukrainischen Sicherheitsdienstes SBU verantwortlich. Die Einheit traf das FSB-Gebäude und schaltete zusätzlich ein russisches Luftabwehrsystem aus. Bei dem Pantsir-S1 handelt es sich um ein mobiles Flugabwehrraketensystem, das sowohl gegen Flugzeuge als auch gegen Drohnen eingesetzt wird.
Selenskyj veröffentlichte zusammen mit seiner Mitteilung Videoaufnahmen, die Drohnenangriffe auf mehrere Gebäude zeigen. Der genaue Zeitpunkt der Operation wurde bislang nicht offiziell bestätigt.
Rund 100 russische Soldaten getötet oder verwundet
Die Verluste auf russischer Seite bezifferte Selenskyj auf etwa 100 Soldaten, die bei dieser einzelnen Operation getötet oder verwundet wurden. Der ukrainische Präsident verband die Erfolgsmeldung mit einer deutlichen Warnung an Moskau.
"Die Russen müssen spüren, dass sie diesen ihren Krieg beenden müssen", erklärte Selenskyj in seinem Post. Gleichzeitig kündigte er an, dass die ukrainischen Mittel- und Langstreckenkapazitäten weiterhin zum Einsatz kommen werden. Mit dieser Aussage unterstrich er die Entschlossenheit Kiews, den Druck auf die Besatzungstruppen aufrechtzuerhalten.
Region Cherson bleibt umkämpftes Gebiet
Das Gebiet Cherson gehört zu den zentralen Frontabschnitten im südlichen Teil der Ukraine. Ukrainische Streitkräfte konnten die gleichnamige Gebietshauptstadt bereits im Herbst 2022 von der russischen Besatzung befreien. Dennoch kontrolliert Russland weiterhin Teile der Region östlich des Flusses Dnipro.
Der Angriff auf das FSB-Hauptquartier zeigt, dass die Ukraine auch in besetzten Gebieten militärisch aktiv bleibt. Die Zerstörung des Pantsir-S1-Systems schwächt zudem die russische Luftverteidigung in der Region, was künftige ukrainische Operationen erleichtern könnte.
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