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Wladimir Putin: Attacke auf Nato-Staaten? Geheime Unterlagen enthüllen Angriffsziele

Greift Wladimir Putin schon bald das Baltikum an? Bild: picture alliance/dpa/Pool Reuters/AP | Ramil Sitdikov

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  • Selenskyj warnt vor möglichen russischen Angriffen auf Nato-Territorium
  • Besonders gefährdet gilt die strategische Suwalki-Lücke
  • Parallel greifen sich Russland und Ukraine weiter gegenseitig an

Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj hat schwere Vorwürfe gegen Russland erhoben. Demnach plane Kremlchef Wladimir Putin aktiv militärische Operationen gegen Nato-Territorium im Baltikum. Die Angriffe sollen vom Nachbarland Belarus aus gestartet werden.

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Laut Selenskyj erwäge Moskau Einsätze sowohl südlich als auch nördlich des belarussischen Staatsgebiets. Diese könnten sich entweder gegen die ukrainische Region Tschernihiw-Kiew richten oder direkt gegen einen NATO-Mitgliedstaat. Damit wären insbesondere Polen sowie die baltischen Staaten Litauen und Lettland bedroht, die alle eine gemeinsame Grenze mit Belarus haben. "Wir dokumentieren weiterhin Russlands Versuche, Belarus tiefer in den Krieg gegen die Ukraine hineinzuziehen", warnte der ukrainische Präsident.

Suwalki-Lücke als Achillesferse der Nato

Als besonders gefährdet gilt die sogenannte Suwalki-Lücke. Dieser etwa 65 Kilometer schmale Landstreifen verbindet die Nato-Partner Polen und Litauen miteinander. Der Korridor verläuft eingeklemmt zwischen russischem und belarussischem Territorium und wird von Militärexperten als verwundbarster Punkt des westlichen Verteidigungsbündnisses eingestuft. Angesichts der wachsenden Bedrohungslage haben sowohl Litauen als auch Lettland ihre Grenzanlagen zu Belarus und Russland bereits verstärkt. Die beiden baltischen Staaten reagieren damit auf die zunehmenden Spannungen in der Region.

Geheime Dokumente enthüllen Angriffsziele in Kiew

Selenskyj berief sich bei seinen Aussagen auf durchgesickerte russische Geheimdienstunterlagen. Diese vertraulichen Dokumente sollen rund zwei Dutzend politische und militärische Einrichtungen als potenzielle Ziele auflisten. Darunter befinden sich demnach auch das Hauptquartier des ukrainischen Präsidenten sowie eine staatliche Datscha in der Region Kiew. Mit deutlichen Worten wandte sich Selenskyj an den belarussischen Machthaber: "Die Ukraine wird sich und ihr Volk zweifellos verteidigen, wenn Alexander Lukaschenko einen Fehler begeht und beschließt, diese russische Absicht ebenfalls zu unterstützen." An Putin gerichtet erklärte er unmissverständlich: "Wir werden unser Land, unsere Souveränität und unseren Staat nicht aufgeben."

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/news.de/stg

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