Wladimir Putin: Seine neueste Atomwaffen-Drohung wird im Internet zur Lachnummer
Wladimir Putin droht erneut mit nuklearen Waffen und kassiert dafür im Netz reichlich Spott. Bild: picture alliance/dpa/Pool EPA/AP | Maxim Shipenkov
Von news.de-Redakteurin Anika Bube
13.05.2026 08.04
- Putin kündigte den Ausbau russischer Nuklearwaffen an
- Im Fokus stehen Hyperschallraketen und nuklear angetriebene Systeme
- In sozialen Netzwerken reagieren viele Nutzer inzwischen mit Spott
Während Wladimir Putin erneut Russlands modernste Nuklearwaffen präsentiert, fällt die Reaktion im Internet überraschend nüchtern aus. Nach einem erfolgreichen Teststart der Sarmat-Interkontinentalrakete kündigte der Kremlchef am Dienstag (12.05.2026) die weitere Modernisierung der russischen Nuklearstreitkräfte an.
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Wladimir Putin droht mit neuen Nuklearwaffen
"Wir setzen das beschlossene Programm zur Entwicklung der Nuklearstreitkräfte schrittweise um", erklärte Putin laut der russischen NachrichtenagenturTASS. Besonders betonte der russische Präsident das sogenannte Oreshnik-System. Dabei handelt es sich um eine bodengestützte Hyperschall-Mittelstreckenrakete, die laut Putin bereits seit 2025 im Kampfeinsatz stehe. Das System könne zudem mit nuklearen Sprengköpfen ausgerüstet werden. Die Erklärung erfolgte im Rahmen eines Briefings zum Test der Sarmat-Rakete, die zu Russlands modernsten strategischen Waffensystemen zählt.
Neben Oreshnik verwies Putin auf zwei weitere Prestigeprojekte der russischen Rüstungsindustrie. Dazu zählen die nuklear angetriebene Unterwasserdrohne Poseidon sowie der Marschflugkörper Burevestnik mit nahezu unbegrenzter Reichweite. Bereits im Oktober 2025 hatte Generalstabschef Waleri Gerassimow nach Kremlangaben einen erfolgreichen Testflug der Burevestnik gemeldet. Demnach blieb die Rakete rund 15 Stunden in der Luft und legte etwa 14.000 Kilometer zurück.
Russische Rakete soll Abwehrsysteme umgehen können
Nach russischen Angaben absolvierte der Flugkörper während des Tests zahlreiche vertikale und horizontale Manöver. Dadurch solle die Rakete in der Lage sein, moderne Raketen- und Luftabwehrsysteme zu umgehen. Putin hatte die Unterwasserdrohne Poseidon zuvor sogar als schlagkräftiger bezeichnet als die Sarmat-Rakete.
Die Entwicklung der Burevestnik-Rakete geht auf den Ausstieg der USA aus dem ABM-Vertrag von 1972 zurück. Washington hatte das Abkommen zur Begrenzung von Raketenabwehrsystemen im Dezember 2001 aufgekündigt. Russland begann daraufhin mit der Entwicklung neuer strategischer Waffensysteme. Putin stellte das Projekt erstmals 2018 öffentlich in seiner Rede vor der Föderalversammlung vor. Bemerkenswert: Der Name Burevestnik wurde durch eine öffentliche Online-Abstimmung auf der Website des russischen Verteidigungsministeriums ausgewählt.
Netz spricht von "Routine-Drohungen"
In sozialen Netzwerken stießen Putins jüngste Aussagen allerdings weniger auf Angst als vielmehr auf Spott. "Seine endlose Flut von Drohungen ist wie Alarmsignale von Autos. Anfangs waren sie wirkungsvoll, aber bald wurden sie nur noch lästig und alle hörten auf, darauf zu achten", schrieb ein Nutzer auf X. Andere Nutzer reagierten noch bissiger. "Das ist seltsam. Putin droht normalerweise montags mit Atomwaffen", kommentierte ein X-Nutzer ironisch.
Viele Kommentatoren warfen Moskau vor, mit den wiederholten Atomwarnungen politischen Druck auf die Ukraine ausüben zu wollen. "Wenn ein Krieg den Bach runtergeht, drohen sie mit Atomwaffen. Wieder einmal", schrieb ein Nutzer. Die Reaktionen zeigen vor allem eines: Viele Menschen scheinen gegenüber den regelmäßigen Nuklear-Drohungen aus dem Kreml inzwischen abgestumpft zu sein.
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