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Donald Trump: US-Präsident macht Windräder für Großbritanniens Probleme verantwortlich

Trump attackiert Starmer: Streit um Energiepolitik und Nordsee-Öl eskaliert Bild: picture alliance/dpa/AP | Matt Rourke

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  • Trump wirft Starmer "Windmühlen-Politik" vor
  • Forderung nach stärkerer Nutzung von Nordsee-Öl
  • Innenpolitischer Druck auf Starmer wächst weiter

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Zwischen Donald Trump und dem britischen Premierminister Keir Starmer kommt es weiterhin zu deutlichen Spannungen. Der US-Präsident äußerte sich erneut kritisch zur Energiepolitik Großbritanniens und sparte dabei nicht mit scharfen Worten.

Trump kritisiert britische Energiepolitik

Auslöser der jüngsten Äußerungen war eine Frage zur politischen Zukunft von Keir Starmer nach dem schwachen Abschneiden der Labour-Partei bei den Kommunalwahlen. Statt direkt auf die Regierungsfrage einzugehen, lenkte Trump das Gespräch "Mirror" zufolge auf die Energiepolitik des Landes. Dabei warf er der britischen Regierung vor, sich zu stark auf erneuerbare Energien zu verlassen. Insbesondere Windkraftanlagen gerieten dabei erneut ins Visier seiner Kritik. Trump sprach in diesem Zusammenhang davon, Großbritannien würde "durch Windmühlenarbeit zu Tode getrieben".

Forderung nach mehr Öl aus der Nordsee

Der US-Präsident plädierte stattdessen für eine stärkere Nutzung fossiler Energieträger. Besonders die Nordsee-Öl- und Gasvorkommen seien aus seiner Sicht ein entscheidender wirtschaftlicher Vorteil, der nicht ausreichend genutzt werde. Trump erklärte, Großbritannien verfüge über eines der größten Ölpotenziale weltweit und solle diese Ressourcen konsequenter erschließen. Gleichzeitig äußerte er die Ansicht, dass die Abkehr von fossilen Energien dem Land schade und wirtschaftliche Chancen verhindere.

Scharfe Worte über Windenergie

In seiner Kritik ging Trump noch weiter und bezeichnete die Konzentration auf Windenergie als "absolut verrückt". Nach seiner Darstellung würden Windkraftanlagen wirtschaftliche Strukturen schwächen und Unternehmen schaden. Dabei bezog er sich jedoch offenbar auf historische Windmühlen, die in Großbritannien heute kaum noch eine Rolle spielen und überwiegend kulturellen oder landwirtschaftlichen Zwecken dienen.

Politische Lage in Großbritannien angespannt

Während Trump seine Kritik äußerte, steht Premierminister Keir Starmer innenpolitisch unter Druck. Nach den jüngsten Wahlergebnissen wächst die Unzufriedenheit innerhalb der Labour-Partei. Mehrere Regierungsmitglieder haben ihr Amt niedergelegt, zudem fordern zahlreiche Abgeordnete öffentlich seinen Rücktritt. Starmer selbst hat jedoch deutlich gemacht, dass er nicht zurücktreten will.

Keine klare Antwort zur Zukunft Starmers

Obwohl Trump ursprünglich zu Starmers politischer Zukunft befragt worden war, wich er einer direkten Antwort aus. Stattdessen nutzte er die Gelegenheit, um erneut seine Position zur Einwanderungs- und Energiepolitik in Europa zu betonen. Die Aussagen dürften die ohnehin angespannte Diskussion über die politische und wirtschaftliche Ausrichtung Großbritanniens weiter anheizen.

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