Politik

Donald Trump : Trump kündigt Ukraine-Frieden an – doch dann schlägt Putin brutal zurück

Während Donald Trump vom nahenden Frieden in der Ukraine schwärmt, schickt Russland über 200 Drohnen auf ukrainische Kindergärten und Wohnhäuser. Bild: picture alliance/dpa/AP | Jacquelyn Martin

  • Artikel teilen:
  • Donald Trump spricht von einem möglichen baldigen Ende des Ukraine-Krieges
  • Russland setzte nach Ablauf der Feuerpause massive Drohnenangriffe fort
  • Selenskyj widerspricht Trump und wirft Moskau fehlende Friedensbereitschaft vor

Donald Trump zeigt sich zuversichtlich, dass der Krieg in der Ukraine bald enden könnte. "Das Ende des Krieges in der Ukraine, ich glaube wirklich, es rückt sehr nah", erklärte der US-Präsident gegenüber Reportern, als er das Weiße Haus für seine China-Reise verließ. Er sei überzeugt, dass Moskau und Kiew eine Einigung erzielen werden – konkrete Details zu möglichen Verhandlungen oder Bedingungen nannte er jedoch nicht.

Weitere Nachrichten zum Ukraine-Krieg sowie zu Donald Trump finden Sie am Ende des Artikels.

DonaldTrump spricht vom baldigen Kriegsende in der Ukraine– doch die Realität sieht anders aus

Die Realität vor Ort zeichnet jedoch ein anderes Bild: Nach dem Auslaufen einer von den USA vermittelten dreitägigen Feuerpause vom 9. bis 11. Mai lehnte Russland eine Verlängerung ab und nahm umgehend großangelegte Angriffe wieder auf.

Moskau lässt Waffenruhe platzen: Mehr als 200 Drohnen greifen ukrainische Ziele an

Die von Washington ausgehandelte Feuerpause hatte ohnehin nur eingeschränkt gehalten. Entlang der rund 1.500 Kilometer langen Frontlinie kam es weiterhin zu heftigen Gefechten, wenngleich beide Seiten ihre Angriffe auf weiter entfernte Ziele offenbar etwas reduzierten.

Nach Ablauf der dreitägigen Pause schlug Russland jedoch mit voller Wucht zurück: Wie die "Kyiv Post" berichtet, flogen über 200 Drohnen in der Nacht Angriffe auf ukrainisches Territorium. Die Geschosse trafen gezielt zivile Infrastruktur – darunter Wohngebäude, Energieanlagen und sogar einen Kindergarten, wie ukrainische Behörden mitteilten.

Tote und Zerstörung in ukrainischer Region Dnipropetrowsk

Die Angriffe forderten unmittelbar Menschenleben: In der Region Dnipropetrowsk starben dem Bericht zufolge mindestens sechs Menschen durch russische Attacken nach Ende der Waffenruhe. Die Drohnenschwärme richteten erhebliche Zerstörungen an – Mehrfamilienhäuser wurden getroffen, Energieversorgungsanlagen beschädigt.

Besonders erschütternd: Unter den Zielen befand sich auch ein Kindergarten. Die systematische Auswahl ziviler Objekte verdeutlicht das Ausmaß der russischen Offensive, die unmittelbar nach Ablauf der Feuerpause einsetzte.

Selenskyj widerspricht Trump-Aussagen: Moskau meint es nicht ernst mit dem Frieden

Der ukrainische Präsident reagierte mit scharfer Kritik auf die erneuten Angriffe. Wolodymyr Selenskyj verurteilte die Attacken und forderte anhaltenden internationalen Druck auf Russland. Die Bombardements seien der Beweis dafür, dass der Kreml keinerlei ernsthafte Friedensabsichten hege.

Bereits zuvor hatte Selenskyj Zweifel an optimistischen Einschätzungen zum baldigen Kriegsende geäußert. Russland zeige keinerlei Bereitschaft, den Konflikt zu beenden, warnte er. Stattdessen bereite Moskau weitere Angriffe vor. Damit steht seine Einschätzung in deutlichem Widerspruch zu den Aussagen Trumps und Putins, die beide von einem nahenden Ende des Krieges sprechen.

Auch diese Nachrichten zum Ukraine-Krieg sowie zu Donald Trump könnten Sie interessieren:

/news.de/stg

Themen

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.