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Merz kassiert Umfrage-Klatsche: Ablehnung für Regierungskurs – Mehrheit wünscht sich AfD-Kanzler

Friedrich Merz kassiert eine herbe Umfrage-Klatsche. Bild: picture alliance/dpa | Moritz Frankenberg

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  • Jeder Vierte wünscht sich einen AfD-Kanzler
  • Koalitions-Trend: Schwarz-Blau erstmals beliebteste Option
  • Schulden-Kritik: Mehrheit lehnt Kurs der Regierung klar ab

Schlechte Nachrichten für Friedrich Merz: Eine aktuelle INSA-Umfrage im Auftrag von "Bild" offenbart deutliche Verschiebungen in der politischen Stimmung der Deutschen. Ein Viertel der Deutschen wünscht sich demnach einen Regierungschef aus den Reihen der AfD. Die Rechtspopulisten liegen damit an der Spitze. Die Union landet mit 19 Prozent auf dem zweiten Rang, die SPD erreicht lediglich 13 Prozent. Die Grünen kommen auf 12 Prozent.

Bemerkenswert: Knapp jeder fünfte Befragte konnte oder wollte sich nicht festlegen. Die Präferenzen unterscheiden sich je nach politischer Heimat deutlich. Während AfD-Anhänger geschlossen hinter ihrer Partei stehen, favorisieren Unionswähler mehrheitlich die bestehende schwarz-rote Konstellation.

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Schwarz-Blau als beliebteste Regierungsoption

Bei der Frage nach der bevorzugten Koalition setzt sich ein Bündnis aus CDU/CSU und AfD an die Spitze. 26 Prozent der Befragten sprechen sich für diese Konstellation aus. Auf Platz zwei folgt ein linkes Bündnis aus SPD, Grünen und Linkspartei mit 24 Prozent. Die amtierende schwarz-rote Regierung erhält nur 23 Prozent Zustimmung.

Auffällig: Mit 27 Prozent bilden die Unentschlossenen die größte Gruppe. Drei Viertel der AfD-Wähler befürworten eine schwarz-blaue Koalition. Anhänger von SPD, Grünen und Linken präferieren hingegen klar ein Linksbündnis. Unter Unionswählern unterstützen 69 Prozent die aktuelle Regierungskonstellation.

Deutliche Mehrheit gegen Schuldenkurs der Regierung

Die geplante Neuverschuldung von rund 200 Milliarden Euro im aktuellen Haushaltsentwurf stößt auf breite Ablehnung. 60 Prozent der Befragten halten diesen Kurs von Finanzminister Lars Klingbeil und der Bundesregierung für falsch. Nur 23 Prozent befürworten die Schuldenaufnahme.

Selbst innerhalb der SPD-Anhängerschaft zeigt sich ein gespaltenes Bild: Jeweils 43 Prozent sind dafür beziehungsweise dagegen, 14 Prozent bleiben unentschieden. In allen anderen politischen Lagern überwiegt die Ablehnung deutlich.

Auch bei der Schuldenbremse positionieren sich die Deutschen klar: 62 Prozent lehnen eine weitere Lockerung ab. Lediglich 23 Prozent sprechen sich für eine Änderung aus.

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