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Wladimir Putin: Brisantes Telefonat mit Donald Trump - Kremlchef warnt vor Iran-Eskalation

Wladimir Putin und Donald Trump (v.l.) haben erneut miteinander telefoniert. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Mikhail Metzel

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  • Donald Trump und Wladimir Putin telefonieren zum Ukraine-Krieg und zum Iran-Krieg
  • Kremlchef offenbar bereit für zeitlich begrenzte Feuerpause zum Tag des Sieges am 9. Mai
  • Putin mahnt den US-Präsidenten vor möglichem Bruch der Waffenruhe im Iran

In einem Telefonat haben Donald Trump und Wladimir Putin am Mittwoch über die weiteren Entwicklungen im Iran- sowie im Ukraine-Krieg gesprochen. Während der Kremlchef offenbar Bereitschaft für eine weitere Feuerpause bei seiner Invasion signalisierte, sprach er gleichzeitig eine eindringliche Warnung an den US-Präsidenten aus.

Donald Trump und Wladimir Putin sprechen über befristete Waffenruhe im Ukraine-Krieg

Nach Angaben des Kreml-Beraters Juri Uschakow ging die Initiative für das Gespräch von Moskau aus.Trump bezeichnete den telefonischen Austausch im Weißen Haus als "lang" und "gut".Er habe dem Kremlchef seinerseits eine Waffenruhe vorgeschlagen, erklärte der US-Präsident. "Und ich glaube, er könnte das tun", fügte Trump hinzu. Putin sei laut Uschakow bereit, die Waffen während der russischen Feierlichkeiten zum Sieg über Nazi-Deutschland am 9. Mai ruhen zu lassen.

Bereits im vergangenen Jahr hatten beide Seiten eine dreitägige Feuerpause anlässlich des russischen Weltkriegsgedenkens vereinbart. Doch die Erfahrungen mit zeitlich begrenzten Kampfpausen in dem seit über vier Jahren andauernden Angriffskrieg sind ernüchternd: Sowohl Russland als auch die Ukraine beschuldigten sich bei früheren Versuchen gegenseitig, die Vereinbarungen gebrochen zu haben. Erst vor gut zwei Wochen scheiterte eine Waffenruhe zum orthodoxen Osterfest unter ähnlichen Umständen.

Kremlchef warnt US-Präsidenten vor Bruch der Waffenruhe im Iran-Krieg

Neben dem Ukraine-Krieg kam beim Telefonat zwischen Trump und Putin auch die Lage im Nahen Osten zur Sprache, wie "Newsweek" berichtet. Der Kremlchef mahnte seinen amerikanischen Gesprächspartner, die Kampfhandlungen gegen den Iran nicht wieder aufzunehmen. Laut Kreml-Berater Uschakow bezeichnete Putin eine solche Entwicklung als "gefährlich und inakzeptabel" – insbesondere eine Bodenoffensive auf iranischem Territorium.

Nach Darstellung Moskaus betonte Putin, dass erneute Feindseligkeiten nicht nur für den Iran selbst, sondern für die gesamte internationale Gemeinschaft erhebliche Risiken bergen würden. Der Kreml warnte vor "schwerwiegenden Konsequenzen", sollte die gegenwärtige Waffenruhe gebrochen werden.

Donald Trump verwechselt offenbar Ukraine mit dem Iran

Bei der Frage, welcher der beiden Konflikte – Iran oder Ukraine – zuerst beendet sein werde, zeigte sich Trump unschlüssig. "Ich weiß es nicht", antwortete er im Oval Office. Möglicherweise verliefen beide Kriege in einem ähnlichen Zeitrahmen.

Der 79-jährige US-Präsident erklärte zudem, die Ukraine sei "militärisch gesehen geschlagen". Allerdings deutet vieles darauf hin, dass er dabei die Länder verwechselte: In seinen anschließenden Ausführungen sprach er von 159 zerstörten oder beschädigten Schiffen – eine Zahl, die sich auf iranische Verluste bezieht.

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/ife/news.de/dpa/stg

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