Politik

Ukraine-Krieg aktuell: Inferno nach Drohnenangriff - russische Ölraffinerie brennt erneut

Schlechte Nachrichten für Wladimir Putin aus der Region Krasnodar: Die Ölraffinerie in Tuapse wurde erneut Ziel eines ukrainischen Drohnenangriffs. Bild: picture alliance/dpa/Pool AP | Dmitri Lovetsky

  • Artikel teilen:
  • Ukraine trifft bei Drohnenangriff Öltanks in Raffinerie von Tuapse
  • Stadt im Süden Russlands nach vorherigen Attacken seit Tagen im Ausnahmezustand
  • Verteidigungsministerium meldet Abschuss von 186 ukrainischen Drohnen in der Nacht

Um sich gegen Putins Invasion zu wehren, nimmt die Ukraine regelmäßig militärische Infrastruktur tief innerhalb Russlands ins Visier. Nun gab es Berichten zufolge einen weiteren erfolgreichen Drohnenangriff auf die Stadt Tuapse in der Region Krasnodar. In der Nacht zu Dienstag, dem 28. April 2026, geriet dort eine Ölraffinerie in Brand.

Ukraine-Krieg aktuell: Erneuter Drohnenangriff auf Ölraffinerie in Tuapse

Laut "Kyiv Independent" wurden Öltanks getroffen. In den sozialen Medien veröffentlichte Bilder sollen die brennende Anlage zeigen. Der nächtliche Angriff erfolgte, bevor die Flammen von vorherigen Attacken am 20. und 16. April auf die Raffinerie gelöscht werden konnten. Wie "t-online" berichtet, herrscht in der Region seit Tagen Ausnahmezustand. "Ölhaltige Regenfälle" würden Boden, Wasser und Luft vergiften, während die Behörden offenbar keine klaren Verhaltensregeln zum Schutz der Bevölkerung liefern. Eine Evakuierung fand bislang nicht statt.

Russland meldet Abschuss von 186 ukrainischen Drohnen

Tuapse ist eine Küstenstadt südöstlich der besetzten Krim und liegt etwa 233 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt an der Schwarzmeerküste. Laut russischem Verteidigungsministerium wurden in der vergangenen Nacht durch die Luftabwehr insgesamt 186 ukrainische Drohnen in südlichen Regionen und über der Krim abgefangen. Der Krisenstab der Region Krasnodar gab an, dass herabfallende Drohnentrümmer einen Brand auf dem Raffineriegelände in Tuapse ausgelöst hätten. Verletzte wurden laut "Kyiv Independent" nach offiziellen Angaben nicht gemeldet. Unabhängig überprüfen ließen sich diese Angaben bislang nicht.

Kiew nimmt Wladimir Putins Energieanlagen ins Visier

Für Kiew sind russische Energieanlagen legitime militärische Ziele, da sie unter anderem Treibstoff für Putins Truppen an der Front liefern. Erst am 26. April bestätigte der ukrainische Generalstab nächtliche Drohnenangriffe auf eine Raffinerie im russischen Jaroslawl sowie auf mehrere Ziele in den besetzten Territorien.

Auch diese News aus Russland und zum Ukraine-Krieg könnten Sie interessieren:

/bua/news.de/stg

Themen

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.