Donald Trump: Klatsche für "The Don" - Abstimmung bringt Republikaner in große Not
Donald Trump muss einen Rückschlag im US-Bundesstaat Virginia verkraften. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
Erstellt von Martin Gottschling
22.04.2026 09.20
- Mehrheit stimmt für Neuzuschnitt der Wahlkreise im US-Bundesstaat Virginia
- Dies könnte den Demokraten bei den Zwischenwahlen im Herbst mehr Sitze im Repräsentantenhaus verschaffen
- Donald Trump hatte zuvor auf Truth Socialgegen die Abstimmung gewettert
Vor den wichtigen US-Zwischenwahlen haben die Bürgerinnen und Bürger im Bundesstaat Virginia am Dienstag über eine Neuordnung der Wahlkreise abgestimmt. Das Ergebnis könnte für Präsident Donald Trump und seine Republikaner zum Problem werden.
Niederlage für Donald Trump und Republikaner bei Referendum
Wie "The Daily Beast" berichtet, sprachen sich bei dem Referendum 51,2 Prozent für einen Neuzuschnitt der Wahlkreise aus, 48,8 Prozent lehnten dies ab. Es wurden bislang 96 Prozent aller Stimmen ausgezählt. Die Entscheidung könnte die politische Landschaft des südöstlichen Bundesstaates erheblich verändern: Derzeit halten die Demokraten sechs der elf Sitze Virginias im Repräsentantenhaus. Mit den neuen Wahlkreisgrenzen könnten sie bei den Zwischenwahlen im November bis zu zehn Mandate gewinnen – ein Zugewinn von vier Sitzen.
Das Interesse an der Abstimmung war enorm: Bereits vor dem Wahltag hatten mehr als 1,3 Millionen Menschen ihre Stimme abgegeben, unter anderem per Briefwahl. Das Referendum verschlang mehr als 81 Millionen Dollar an Werbeausgaben und zählt damit zu den kostspieligsten politischen Auseinandersetzungen in der Geschichte Virginias außerhalb von Präsidentschaftswahlen.
Donald Trump wetterte gegen Abstimmung in Virginia zu Neuzuschnitt der Wahlkreise
Trump hatte sich vehement gegen den Neuzuschnitt der Wahlkreise in Virginia gestellt. Auf Truth Social schrieb der 79-Jährige in Großbuchstaben:
- "Virginia, stimmt mit 'nein', um euer Land zu retten!"
Auch Mike Johnson, republikanischer Sprecher des Repräsentantenhauses, sprach laut "Daily Beast" von einem "dreisten politischen Machtgriff, wie ihn noch niemand gesehen hat". Auf der anderen Seite warben prominente Demokraten für die Zustimmung beim Referendum, darunter Ex-Präsident Barack Obama. In einer Videobotschaft rief er dazu auf, sich gegen die "Republikaner zu wehren, die sich bei den Zwischenwahlen einen unfairen Vorteil verschaffen wollen".
Konflikt um Wahlkreisgrenzen zwischen Republikanern und Demokraten spitzt sich zu
Die Abstimmung reiht sich in einen landesweiten Konflikt zwischen Republikanern und Demokraten um Wahlkreisgrenzen ein. Trump hatte mehrere republikanisch regierte Bundesstaaten wie Texas dazu gedrängt, ihre Wahlkreise zugunsten der Grand Old Party neu zu ordnen. Demokratische Hochburgen zogen nach – darunter Kalifornien im vergangenen November.
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