Donald Trump: Demokrat fordert Amtsenthebung - Trump-Sprecher schlägt zurück
Ist Donald Trump im Amt des US-Präsidenten noch tragbar? Demokraten zweifeln daran. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
Erstellt von Martin Gottschling
22.04.2026 06.50
- Nach Bericht über einen Wutausbruch fordert der Demokrat Dan Goldman Donald Trumps Amtsenthebung
- Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses reagiert auf X-Beitrag des New Yorker Abgeordneten
- Steven Cheung wirft Goldman vor, sich von "Fake News" täuschen zu lassen
Die Debatte um eine mögliche Amtsenthebung von Donald Trump nimmt erneut Fahrt auf. Nach Berichten über einen massiven Wutausbruch des US-Präsidenten forderte der demokratische Kongressabgeordnete Dan Goldman, den 25. Verfassungszusatz anzuwenden. Steven Cheung, Kommunikationsdirektor im Weißen Haus, reagierte empört und wies die Vorwürfe gegen Trump entschieden zurück.
Demokrat fordert Amtsenthebung von Donald Trump nach Bericht über Wutausbruch
Das war passiert:Laut einem Bericht des "Wall Street Journal" verlor Trump die Kontrolle, als er erfuhr, dass zwei amerikanische Piloten im Iran vermisst wurden. Er soll Mitarbeiter angeschrien haben. Schließlich sei er aus einem Besprechungsraum verbannt und nur noch sporadisch über den Stand der Rettungsmission informiert worden sein. Hinter Trumps Reaktion steckt offenbar die Angst vor einem politischen Desaster. Er soll auf die gescheiterte Geiselbefreiung von 1979 im Iran hingewiesen haben, die dem damaligen Präsidenten Jimmy Carter die Wiederwahl kostete.
Dan Goldman nahm Trumps Anfall zum Anlass, um erneut ein Amtsenthebungsverfahren gegen den 79-jährigen Republikaner zu fordern. Auf X (vormals Twitter) schrieb der Abgeordnete aus New York: "Der Oberbefehlshaber wurde von der Leitung einer Militäroperation ausgeschlossen, weil er sich so verrückt verhielt. Trump geht es nicht gut. Wir brauchen den 25. Verfassungszusatz, bevor etwas wirklich Schlimmes auf amerikanischem Boden passiert."
Trumps Kommunikationsdirektor Steven Cheung attackiert den Kongressabgeordneten Dan Goldman
Cheungs scharfe Antwort folgte prompt:"Denken Sie einmal darüber nach: Sie, ein amtierender US-Kongressabgeordneter, der auf Fake News hereinfällt. Stellen Sie sich nur vor, wie leicht Sie in eine kompromittierende Lage geraten könnten", so Trumps Kommunikationsdirektor.
Goldman steht mit seinem Vorstoß jedoch nicht allein da. Laut "Daily Beast" brachte der ranghöchste Demokrat im Justizausschuss des Repräsentantenhauses, Jamie Raskin, vergangene Woche einen Gesetzentwurf ein, der für Trump zum Problem werden könnte. Dieser sieht die Einrichtung einer Kommission vor, die die Amtsfähigkeit des Präsidenten überprüfen soll. Raskin erklärte, sein Land befinde sich an einem "gefährlichen Abgrund". Es sei mittlerweile eine Frage der nationalen Sicherheit, dass der Kongress seine Pflichten nach dem 25. Verfassungszusatz erfülle.
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