Konstantin Malofejew: "Zeit, diesen Krieg zu beenden" - Putin-Sprachrohr fordert Atomschlag
Zieht Wladimir Putin einen Atomangriff in Erwägung, um den Ukraine-Krieg zu beenden? Bild: picture alliance/dpa/Planet Pix via ZUMA Press Wire | Gavriil Grigorov/Kremlin Pool
Erstellt von Martin Gottschling
09.04.2026 15.25
- Russischer Oligarch Konstantin Malofejew fordert Atomangriff auf die Ukraine
- Laut dem Putin-Sprachrohr könne der Krieg dadurch innerhalb eines Monats beendet werden
- Drohung erfolgt vor dem Hintergrund, dass eine neue ballistische Rakete der Ukraine theoretisch Moskau erreichen könnte
Seit Beginn des Ukraine-Kriegs vergeht fast keine Woche ohne neue nukleare Drohungen aus Russland. Erst vor wenigen Tagen hatten die Propagandisten Michail Chodarenok und Wladimir Solowjow gefordert, dass der Kreml ein Ultimatum an Kiew stellt: Entweder ein Friedensvertrag zu Moskaus Bedingungen werde akzeptiert, oder man werde ukrainische Städte mit Atomwaffen in Schutt und Asche legen. Ähnlich drastisch äußerte sich nun der russische Oligarch Konstantin Malofejew.
Konstantin Malofejew will Ukraine-Krieg mit Atomangriff beenden
Da die Ukraine über eine neue ballistische Rakete verfügt, die Moskau erreichen könnte, will der Besitzer des Fernsehsenders Tsargrad für klare Verhältnisse sorgen: "Alles wird durch einen Atomangriff entschieden. Es ist an der Zeit, diesen Krieg jetzt zu beenden", sagte Malofejew laut dem britischen Boulevardblatt "Mirror". Dem Hardliner zufolge würde Russland die Bevölkerung "72 Stunden" vor dem Nuklearschlag warnen.
Putin-Sprachrohr will ukrainische Führung öffentlich hinrichten lassen
Der Angriff werde laut Malofejew "im ganzen Land verheerende Zerstörungen und Panik auslösen". Er rechnet damit, dass dadurch der Krieg innerhalb eines Monats beendet wird, und zieht Vergleiche zu den US-Atombombenabwürfen über den japanischen Städten Hiroshima und Nagasaki während des Zweiten Weltkriegs. Heute hätten taktische Atomwaffen zudem in etwa die gleiche Sprengkraft. Damals seien laut dem Putin-Sprachrohr "Zehntausende Menschenleben" gerettet worden. Dass bei den Nuklearschlägen 1945 selbst weitaus mehr Menschen getötet wurden, verschwieg er.
Für Malofejew steht fest, dass es in der Ukraine "keine moralischen oder rechtlichen Grenzen mehr" gibt. Zudem kündigte er den Austausch der ukrainischen Führung und "öffentliche Hinrichtungen" nach dem Atomschlag an.
Moskau zittert vor neuer FP-9-Rakete der Ukraine laut Berichten
Die neue ballistische FP-9-Rakete des ukrainischen Rüstungsunternehmens Fire Point soll Ziele in einer Entfernung von mehr als 850 Kilometern treffen können, wie unter anderem "Watson" berichtete. Laut "Mirror" wird bereits über einen möglichen Angriff auf die Militärparade zum Tag des Sieges am 9. Mai in Moskau spekuliert. Deshalb könnten die geplanten Feierlichkeiten noch drastisch verkleinert werden. Der Kreml denkt bislang laut offiziellen Angaben nicht über eine Absage der Parade nach.
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