Donald Trump: Sechs Soldaten tot - US-Präsident nutzt Tragödie für umstrittenen Wahlkampf
Donald Trump: Sechs tote Soldaten - seine Reaktion irritiert Bild: picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein
Erstellt von Mia Lada-Klein
16.03.2026 10.00
- Sechs Soldaten starben bei einem Tankflugzeug-Absturz während einer Mission im Iran
- Trump reagierte auf Fragen zu den Opfern ausweichend und kritisierte Reporter
- Familien der Soldaten fordern Verantwortung und rufen Wähler auf, im November ein Zeichen zu setzen
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Sechs US-Soldaten sind bei einer Militäroperation im Iran ums Leben gekommen, doch Präsident Donald Trump reagierte bei Nachfragen dazu mit Ablehnung und Ausweichmanövern. Die Vorfälle sorgen für scharfe Kritik von Familienangehörigen und Beobachtern.
Tragödie bei Militäreinsatz
Am Donnerstag kam "The Daily Beast" zufolge ein Tankflugzeug der US-Luftwaffe während einer Unterstützungsmission im Iran abseits der geplanten Route ab. Sechs Soldaten starben bei dem Absturz. Das Pentagon identifizierte die Opfer als Major Alex Klinner, Tech Sergeant Tyler Simmons, Captain Ariana G. Savino, Tech Sergeant Ashley P. Pruitt, Captain Seth R. Koval und Captain Curtis J. Angst. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit Trumps Iran-Strategie getöteten US-Soldaten steigt damit auf 13.
Keine direkte Stellungnahme von Donald Trump
Bei einer Pressekonferenz auf Air Force One am Sonntagabend wich Trump den Fragen zu den verstorbenen Soldaten aus. Auf die direkte Nachfrage, ob er eine Erklärung habe, reagierte er nicht, sondern wandte sich ab und sagte zu anderen Reportern "Wer denn sonst?"
Bereits zuvor hatte er eine Frage zu möglichen Bodentruppen im Nahen Osten unhöflich zurückgewiesen und erklärt, er rede nicht über Militärstrategie.
Kritik wegen Wahlkampf-E-Mail von Donald Trump
Zusätzlich geriet Trump in die Kritik, weil er ein Foto von sich selbst, auf dem er einen im Krieg gefallenen Soldaten grüßt, in einer Spendenmail für seinen Wahlkampf nutzte. Auf die Frage, ob dies angemessen sei, antwortete er: "Ja, das tue ich", und verwies erneut darauf, dass viele Mitarbeiter für solche Aktionen zuständig seien und nicht nur er.
Familien der Opfer zeigen sich entsetzt
Die Angehörigen der Opfer reagierten bestürzt. Die Familie von Tech Sergeant Tyler Simmons betonte, sein Tod hätte verhindert werden können und kritisierte den Krieg als unnötig. "Einfach der schlimmste Albtraum, den wir uns je vorstellen konnten", sagte sein Cousin Stephan Douglas gegenüber "NBC4". Simmons' Großmutter sprach ebenfalls von unnötigem Leid und stellte die Entscheidung für den Krieg infrage.
Appell an die Wähler
In einer veröffentlichten Erklärung rief die Familie dazu auf, bei der kommenden Wahl ein Zeichen zu setzen. "Wählt Tyler und die fünf anderen, die kürzlich ihr Leben verloren haben, sowie alle, die unserem Land dienen", hieß es. Sie würdigten die Soldaten als Helden, deren Verlust tief schmerzt und forderten eine bessere Zukunft für das Land.
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