Donald Trump und Carrie Prejean Boller: Bittere Abrechnung nach der Trennung - "Ich erkenne ihn nicht wieder!"
Da war die Welt noch in Ordnung: Carrie Prejean Boller posiert neben Donald Trump. Inzwischen ist die Trennung vollzogen, die Ex-Schönheitskönigin machte ihrer Wut daraufhin in einem offen Brief Luft. Bild: picture-alliance/ dpa | epa Justin Lane
Erstellt von Claudia Löwe
13.03.2026 11.32
- Donald Trump vollzieht Trennung von Carrie Prejean Boller
- Ex-Schönheitskönigin fliegt nach kontroversen Äußerungen aus Trump-Gremium
- Carrie Prejean Boller rechnet in offenem Brief mit Donald Trump ab: "So kenne ich ihn gar nicht!"
Erneut macht eine unerwartete Trennung im Umfeld von Donald Trump Schlagzeilen: Carrie Prejean Boller, die einst zur "Miss Kalifornien" gekrönt wurde und dem im Mai 2025 von Donald Trump ins Leben gerufenen Gremium "Religious Liberty Commission" des Weißen Hauses angehörte, ist ihren Job los. Der Grund: Bei einer Anhörung zum Thema Antisemitismus am 9. Februar stellte die 38-Jährige unbequeme Fragen zur amerikanischen Israel-Politik, wie in der britischen "Daily Mail" zu lesen ist.
Donald Trump vollzieht Trennung - Ex-Schönheitskönigin ist Job in Trump-Gremium los
Prejean Boller geriet während besagter Sitzung in hitzige Wortgefechte mit jüdischen Zeugen, darunter Rabbiner und Studenten. Diese berichteten über Anfeindungen, die sie nach dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 erlebt hatten. Der Kommissionsvorsitzende und texanische Vizegouverneur Dan Patrick beschuldigte sie daraufhin, die Anhörung für ihre "eigene persönliche und politische Agenda" missbraucht zu haben.
Während der Anhörung hinterfragte Prejean Boller, ob Menschen, die das Vorgehen in Gaza als "Völkermord" bezeichnen, automatisch als antisemitisch eingestuft werden sollten. Mehr als 70.000 Menschen sind bislang in Gaza ums Leben gekommen, der Großteil davon Zivilisten.
Die ehemalige Schönheitskönigin wies zudem darauf hin, dass Katholiken den Zionismus nicht unterstützen würden. "Sind dann alle Katholiken Antisemiten?", fragte sie provokant. Der Vatikan erkannte Israel 1993 offiziell an, lehnt jedoch die christlich-zionistische Überzeugung ab, dass der jüdische Staat eine biblische Prophezeiung erfülle. Carrie Prejean Boller verteidigte auch die umstrittene Kommentatorin Candace Owens gegen Antisemitismus-Vorwürfe. Seth Dillon, Chef der konservativen Satire-Website "The Babylon Bee", entgegnete ihr: "Sie sollten sich mehr ihrer Aussagen ansehen."
Carrie Prejean Boller rechnet nach Rauswurf erbittert ab und macht Donald Trump schwere Vorwürfe
In einem am 12. März 2026 veröffentlichten offenen Brief attackiert die zweifache Mutter nun Donald Trump aufs Schärfste und wirft dem US-Präsidenten vor, seine ursprünglichen Prinzipien aufgegeben zu haben. Trump sei von "Häretikern" umgeben, die Israel über Amerika stellten. "Das MAGA, das ich kannte, würde niemals amerikanische Truppen für eine fremde Regierung sterben lassen", schreibt sie. Die Ehefrau des ehemaligen NFL-Quarterbacks Kyle Boller beklagt, dass amerikanische Soldaten in den Nahen Osten geschickt würden, "um am Altar der Häresie und falscher Prophezeiungen geopfert zu werden". Sie habe Trump 20 Jahre lang unterstützt, "aber jetzt erkenne ich ihn nicht einmal mehr wieder". Die MAGA-Bewegung sei offenbar "von einer fremden Regierung und religiösen Eiferern gekapert worden, die ihre häretische Endzeit-Fantasie erfüllen wollen", so Prejean Boller weiter.
Ex-Schönheitskönigin fassungslos: "Ich erkenne Donald Trump nicht mehr wieder"
Prejean Boller erinnert den Präsidenten an ihre gemeinsame Vergangenheit. Als 21-Jährige hatte sie beim Miss-USA-Wettbewerb 2009 einen landesweiten Sturm ausgelöst, als sie erklärte, die Ehe solle zwischen Mann und Frau bestehen. Trump, damals Initiator des Wettbewerbs, stellte sich hinter sie und ließ sie ihre Krone behalten. "Ich habe mich kein bisschen verändert seit dem Tag, an dem du an meiner Seite standest", schreibt sie direkt an Donald Trump gerichtet. Umso schockierender sei es, nun aus einer Kommission für Religionsfreiheit entfernt zu werden – "für genau das Gleiche, was du einst verteidigt hast". Trumps evangelikale Beraterin Paula White beschuldigt sie, eine "Hexenjagd" gegen sie geführt zu haben. White habe versucht, ihr Beiträge über Israel und Gaza in sozialen Medien zu verbieten.
Rauswurf aus Trumps Religions-Komittee: Carrie Prejean Boller muss ihren Hut nehmen
Die Religious Liberty Commission wurde von Präsident Trump per Dekret im Mai 2025 ins Leben gerufen. Das Gremium ist dem White House Faith Office angegliedert und berät die Regierung in Fragen der Religionsfreiheit. Zu seinen Aufgaben gehört es, Bedrohungen für die freie Religionsausübung zu analysieren und Schutzmaßnahmen zu empfehlen. Den Vorsitz führt der texanische Vizegouverneur Dan Patrick, als stellvertretender Vorsitzender fungiert der frühere Wohnungsbauminister Ben Carson.
Prejean Boller beendet ihren Brief mit einem Appell an Trumps Seelenheil. "Dein ewiges Vermächtnis hängt davon ab, dass du ins Himmelreich eingehst, und ich hoffe sehr, dass ich dich eines Tages dort sehen werde", schreibt sie.
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